70 Millionen Produktangebote gelöscht – doch gefährliche Waren bleiben online
Franz-Xaver Oderwald70 Millionen Produktangebote gelöscht – doch gefährliche Waren bleiben online
Deutschlands fünf größte Online-Shopping-Plattformen löschten im November 2025 fast 70 Millionen Produktangebote. Eine neue Analyse des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) zeigt, dass viele dieser Artikel erhebliche Risiken für Käufer darstellten. Die Verbraucherschützer fordern nun strengere Kontrollen, um zu verhindern, dass unsichere Waren überhaupt erst online angeboten werden.
Der vzbv wertete Daten aus der offiziellen EU-Datenbank für Produktentfernungen durch Online-Marktplätze aus. Die Ergebnisse zeigen: Von den 70 Millionen gelöschten Angeboten waren 30 Millionen entweder unsicher oder komplett verboten. Trotz der hohen Zahl warnt die Organisation, dass Lücken im System es gefährlichen Produkten weiterhin ermöglichen, durchzurutschen.
Ein zentrales Problem ist die mangelnde Abgleichung zwischen der EU-Datenbank und den Plattformen selbst. Dadurch bleiben einige riskante Artikel weiterhin käuflich. Der vzbv fordert schärfere Maßnahmen, um solche Produkte bereits im Vorfeld zu blockieren, bevor sie Verbraucher erreichen.
Die Löschung von Millionen Angeboten unterstreicht die anhaltenden Probleme bei der Produktsicherheit im Online-Handel. Die Forderung des vzbv nach präventiven Sperren zielt darauf ab, Schlupflöcher zu schließen, durch die unsichere Waren weiterhin im Verkauf bleiben. Ohne bessere Abstimmung wird das Risiko für Käufer voraussichtlich bestehen bleiben.






