30 April 2026, 00:42

AfD-Politiker nach Kneipen-Rauswurf: Warum das Gaffel Haus drei Gäste vor die Tür setzte

Große Menschenmenge protestiert vor einem Gebäude in Berlin, hölt Schilder, mit Bäumen, Fahrzeugen, einem Lautsprecher und Himmel.

AfD-Politiker nach Kneipen-Rauswurf: Warum das Gaffel Haus drei Gäste vor die Tür setzte

Drei Politiker der Alternative für Deutschland (AfD) wurden vergangenes Wochenende aus einer Berliner Kneipe verwiesen. Der Vorfall im Gaffel Haus am 14. April sorgt für Aufmerksamkeit, nachdem die Bild-Zeitung am Mittwoch darüber berichtet hatte. Die Geschäftsführung der Kneipe hat sich bisher nicht zu den Vorwürfen geäußert.

Einer der betroffenen Politiker, Maximilian Krah, war bereits zuvor wegen seines Buches Die Reise nach Europa in die Kritik geraten. Anfang dieses Jahres hatte die Leipziger Buchmesse ihre Einladung an ihn zurückgezogen – offiziell aus Sicherheitsbedenken, was Krah jedoch als Vorwand zurückwies. Der Konflikt eskalierte, als Krah und sein AfD-Parteikollege Philipp-Anders Rau aufgefordert wurden, das Gaffel Haus zu verlassen. Als ein weiterer AfD-Politiker, Steffen Janich, die Entscheidung hinterfragte, wurde auch er des Lokals verwiesen.

Krah rief anschließend seine Anhänger zum Boykott der Kneipe auf und argumentierte, Kunden könnten durch ihr Verhalten Einfluss auf deren Geschäft nehmen. Bereits in der Vergangenheit hatte er berufliche Rückschläge erlebt, die mit seiner Parteizugehörigkeit zusammenhingen. Ende Februar hatte die Regensburger Druckerei Friedrich Pustet die Zusammenarbeit mit dem Wiener Verlag Castrum Verlag beendet, der ein Buch Krahs veröffentlichen wollte. Der Schritt folgte auf Kritik an Krahs AfD-Mitgliedschaft.

Die Leipziger Buchmesse hatte Krah bereits im März die Präsentation von Die Reise nach Europa untersagt. Die Veranstalter begründeten dies mit Sicherheitsrisiken, doch Krah warf ihnen vor, ihn unter einem Vorwand zum Schweigen bringen zu wollen.

Die Bild hatte das Gaffel Haus um eine Stellungnahme gebeten, doch die Kneipenleitung blieb bisher eine Antwort schuldig. Der Vorfall reiht sich in eine Serie von Auseinandersetzungen ein, in die Krah und andere AfD-Vertreter verwickelt sind. Seine Entfernung aus der Kneipe folgt auf frühere berufliche und verlegerische Konflikte, die mit seinen politischen Verbindungen zusammenhängen. Da sich das Lokal nicht äußert, bleiben die genauen Gründe für den Rauswurf ungeklärt.

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