30 April 2026, 04:27

Aiwanger will engere Zusammenarbeit mit der CSU – aber ohne Fusion

Ein gerahmtes Bild der Wahlkreise Bayerns, das deutsche und österreichische Provinzen zeigt.

Aiwanger will engere Zusammenarbeit mit der CSU – aber ohne Fusion

Hubert Aiwanger, Vorsitzender der Freien Wähler in Bayern, hat sich für eine engere Zusammenarbeit mit der Christlich-Sozialen Union (CSU) ausgesprochen. Seine Äußerungen folgen einem Vorstoß des früheren CSU-Funktionärs Peter Gauweiler, der ein formelles Bündnis zwischen beiden Parteien vorgeschlagen hatte. Aiwanger sieht Potenzial in einer vertieften Kooperation, räumt jedoch Hindernisse ein.

Aiwanger ist überzeugt, dass eine stärkere Partnerschaft mit der CSU – und dem größeren Union-Bündnis (CDU/CSU) – den Freien Wählern helfen könnte, über Bayern hinaus zu wachsen. Er argumentiert, dass eine vereinte liberal-konservative Front Wähler anziehen würde, die sich von einer "zunehmenden Linksverschiebung in der Politik" enttäuscht fühlten. Diese Entwicklung, so Aiwanger, treibe manche in Protestwahlen zu Randparteien.

Statt einer vollständigen Fusion bevorzugt Aiwanger den Ausbau des bestehenden Kooperationsmodells zwischen Freien Wählern und CSU. Sein Ziel ist es, mit der Union "gemeinsam zu schlagen", um konservativ geprägten Wählern eine konstruktive Alternative zu bieten. Zudem zeigte er sich zuversichtlich, dass die Freien Wähler mit stärkerer Unterstützung der Union in jedem Bundesland die Fünf-Prozent-Hürde überwinden könnten.

Gleichzeitig gibt Aiwanger zu, dass die Union die Freien Wähler in der Vergangenheit oft an den Rand gedrängt habe. Dies, so der Parteichef, habe seine Bewegung gezwungen, ihre eigene Position zu stärken. Zwar berge ein formelles Bündnis mit der CSU Chancen, doch die Umsetzung werde nicht einfach, warnt er.

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Der Vorschlag für ein Bündnis zwischen Freien Wählern und CSU kommt zu einer Zeit, in der beide Parteien politische Entwicklungen abfedern wollen, die sie als ungünstig erachten. Aiwangers Strategie zielt darauf ab, konservative Wähler unter einer gemeinsamen Plattform zu vereinen. Ob eine vertiefte Zusammenarbeit gelingt, hängt davon ab, ob interne Widerstände und praktische Herausforderungen überwunden werden können.

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