25 June 2026, 14:20

Antimuslimische Hasskriminalität in Deutschland erreicht 2025 traurigen Rekord

Angriffe auf Muslime nehmen zu

Antimuslimische Hasskriminalität in Deutschland erreicht 2025 traurigen Rekord

Antimuslimische Vorfälle in Deutschland stiegen 2025 drastisch an – Zunahme um fast ein Drittel gegenüber dem Vorjahr

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Im Jahr 2025 nahmen antimuslimische Vorfälle in Deutschland stark zu, mit einem Anstieg von fast 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt wurden 4.096 Fälle registriert, die von verbalen Beleidigungen bis hin zu gewalttätigen Übergriffen reichten. Aktivistinnen und Aktivisten fordern nun strengere Schutzmaßnahmen und einen nationalen Gedenktag, um auf das wachsende Problem aufmerksam zu machen.

Die Zahlen für 2025 zeigen einen besorgniserregenden Trend: 61,1 Prozent der Vorfälle waren verbale Angriffe, doch auch körperliche Gewalt war weit verbreitet. Zwei Morde, 214 Körperverletzungen, 320 Fälle von Sachbeschädigung und fünf Brandanschläge wurden dokumentiert. Frauen waren überproportional betroffen – sie erlebten 64,5 Prozent der Vorfälle, während Männer in 34,5 Prozent der Fälle betroffen waren.

Im Februar wurden in Berlin zwei Mädchen im Alter von 14 und 16 Jahren von unbekannten Tätern angegriffen, die sie festhielten und an ihren Kopftüchern rissen. Diskriminierung beschränkte sich jedoch nicht auf die Straße: 44 Prozent der Muslime berichteten von Vorurteilen in Jobcentern, 55 Prozent in Ausländerbehörden. Trotz dieser Erfahrungen erstatteten nur 4 Prozent der Betroffenen offiziell Anzeige.

Als Reaktion schlägt die Kampagnenorganisation Claim einen nationalen Gedenktag am 1. Juli vor, um auf antimuslimischen Rassismus aufmerksam zu machen. Zudem fordert sie bessere Unterstützungsangebote für Opfer solcher Straftaten.

Die Daten belegen eine deutliche Zunahme der Feindseligkeit gegenüber Muslimen in Deutschland, sowohl in verbaler als auch in physischer Form. Aktivisten drängen auf Maßnahmen, darunter rechtliche Reformen und öffentliche Aufklärung, um das Problem zu bekämpfen. Die geringe Anzeigenquote deutet darauf hin, dass das tatsächliche Ausmaß der Diskriminierung noch höher sein könnte.

Quelle