AOK-Streik am 14. Januar: 55.000 Beschäftigte legen die Arbeit nieder
Rund 55.000 Beschäftigte der AOK in ganz Deutschland werden am 14. Januar 2026 in den Streik treten. Die Gewerkschaft für Soziale Versicherung (GdS) hat den Ausstand organisiert, nachdem die Lohnverhandlungen ins Stocken geraten sind. Die Arbeitnehmer fordern höhere Löhne, bessere Arbeitsbedingungen und mehr Urlaubsleistungen.
Der Streik folgt auf monatelange gescheiterte Gespräche zwischen der GdS und der AOK. Die Arbeitgeber hatten zunächst ein Angebot von 2 Prozent mehr Lohn ab Juli 2026 vorgelegt – ohne Erhöhung für 2027. Nach weiteren Verhandlungen verbesserten sie ihr Angebot auf 2,1 Prozent für beide Jahre sowie einen zusätzlichen Bonus von 0,6 Prozent, was insgesamt 4,8 Prozent über 24 Monate entspricht. Die GdS lehnte dies als unzureichend ab und argumentiert, die AOK habe die finanziellen Spielräume für fairere Löhne.
Die Gewerkschaft hat bereits über 10.000 Unterschriften für ihre Forderungen gesammelt. Vor dem AOK-Hauptsitz ist eine Kundgebung geplant, wobei besonders regionale Servicezentren und Telefon-Hotlines von den Ausfällen betroffen sein dürften. Mit längeren Wartezeiten und eingeschränkten Servicezeiten ist während des Streiks zu rechnen.
Die erste Runde der Tarifverhandlungen findet am 14. und 15. Januar in Berlin statt. GdS-Bundesvorsitzender Maik Wagner kritisierte die mangelnde Kompromissbereitschaft der AOK und betonte, der Versicherungskonzern könne sich bessere Konditionen leisten. Frühere Streiks am 10. März 2026 hatten die Pattsituation nicht durchbrechen können, sodass die Verhandlungen nach drei Runden ergebnislos blieben.
Der Streik wird den täglichen Betrieb der AOK beeinträchtigen, insbesondere kundennahe Dienstleistungen. Da keine Einigung in Sicht ist, könnten weitere Arbeitsniederlegungen folgen. Die nächste Verhandlungsrunde wird zeigen, ob Fortschritte bei Löhnen und Arbeitsbedingungen erzielt werden können.






