14 April 2026, 06:27

Apothekerkammer Nordrhein stoppt illegale Medikamentenvermittlung durch DoktorABC

Blauer Hintergrund mit weißer Schrift und Logo, das besagt: "19 Millionen Amerikaner werden geschätzte 400 USD pro Jahr an Arzneikosten sparen".

Apothekerkammer Nordrhein stoppt illegale Medikamentenvermittlung durch DoktorABC

Apothekerkammer Nordrhein gewinnt Rechtsstreit gegen Online-Plattform DoktorABC

Die Apothekerkammer Nordrhein (AKNR) hat einen juristischen Erfolg gegen DoktorABC erzielt, eine Online-Plattform, über die Patienten nach dem Ausfüllen von Fragebögen rezeptpflichtige Medikamente auswählen können. Das Urteil unterstreicht die anhaltenden Bedenken hinsichtlich illegaler Werbung und der Zusammenarbeit von Apotheken mit digitalen Dienstleistern. Behörden warnen, dass solche Praktiken die Betriebserlaubnis von Apotheken gefährden könnten.

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Das Landgericht Berlin II entschied, dass Apotheken eine Mitverantwortung für rechtswidrige Werbung tragen, wenn sie mit Plattformen wie DoktorABC kooperieren. Die Entscheidung steht im Einklang mit einem aktuellen Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) im Fall Bloomwell, das die strengen Verbote für die Bewerbung verschreibungspflichtiger Arzneimittel bekräftigte. Selbst indirekte Werbung – etwa die gezielte Ansprache von Patientengruppen mit bestimmten Krankheitsbildern, ohne konkrete Medikamente zu nennen – wurde als unzulässig eingestuft.

Die AKNR betonte, dass Apotheken nicht mit Plattformen zusammenarbeiten dürfen, die Patienten an bestimmte Apotheken vermitteln. Solche Partnerschaften untergraben das Prinzip der freien Apothekenwahl, das im deutschen Recht verankert ist. Die Kammer machte zudem deutlich, dass Apotheken auch dann für Verstöße haftbar gemacht werden können, wenn sie die Plattformen nicht selbst betreiben.

Über den Fall DoktorABC hinaus warnte die AKNR, dass der Großteil der aktuellen Werbung für verschreibungspflichtige Medikamente – einschließlich medizinischem Cannabis – rechtswidrig sei. Apotheken, die weiterhin mit illegalen Plattformmodellen kooperieren, müssen nun mit möglichen Klagen und Risiken für ihre Betriebserlaubnis rechnen. Die Rechtsabteilung der Kammer wird das Urteil prüfen und weitere Schritte einleiten, um gegen diese Geschäftspraktiken vorzugehen.

Das Gerichtsurteil festigt die strengen Regeln gegen die Werbung für verschreibungspflichtige Arzneimittel in Deutschland. Apotheken, die mit Online-Plattformen zusammenarbeiten, müssen ihre Kooperationen nun überdenken oder rechtliche Konsequenzen riskieren. Die AKNR wird sich in den nächsten Schritten auf die Durchsetzung der Compliance und die Bekämpfung unzulässiger Geschäftsmodelle konzentrieren.

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