Brauerei Wolters kämpft ums Überleben – Taskforce soll Rettung einleiten
Franz-Xaver OderwaldBrauerei Wolters kämpft ums Überleben – Taskforce soll Rettung einleiten
Brauerei Wolters, ein traditionsreiches Unternehmen am Ufer der Oker in Braunschweig, hat Eigenverwaltung im Insolvenzverfahren beantragt. Gerüchte deuten nun darauf hin, dass der Fortbestand der Brauerei gefährdet sein könnte – was lokale Politiker zum Handeln veranlasst.
Die CDU-Stadtratsfraktion plant, einen Eilantrag einzubringen, um eine Taskforce zur Rettung der Brauerei einzurichten. Diese soll die Geschäftsführung von Wolters, den Betriebsrat, Vertreter der Gastronomiebranche, die Volksbank BraWo sowie Spitzenpolitiker der großen Fraktionen im Rat zusammenbringen.
Die Stadtverwaltung ist zwar nicht formal in den Restrukturierungsprozess eingebunden, steht jedoch im Austausch mit der Brauereileitung und zeigt sich offen für erweiterte Gespräche im Rahmen einer Runde mit Ratsmitgliedern und regionalen Akteuren. Voraussetzung für solche Gespräche seien jedoch konkrete Ergebnisse aus den Insolvenzverhandlungen sowie ein klares Zukunftskonzept für das Unternehmen, so die Behörden.
Rechtliche Vorgaben setzen dem Handlungsspielraum der Stadt Grenzen: Wettbewerbs- und Beihilferecht schränken ein, wie stark sich die Kommune in private Finanzkrisen einmischen darf. Trotz dieser Beschränkungen betont die Verwaltung die kulturelle und kulinarische Bedeutung der Brauerei Wolters für die Region und äußert sich vorsichtig optimistisch über ihre Zukunftschancen.
Ziel der geplanten Taskforce ist es, alle relevanten Akteure an einen Tisch zu bringen, um die Zukunft der Brauerei zu sichern. Die Handlungsmöglichkeiten der Stadt bleiben jedoch durch rechtliche Rahmenbedingungen begrenzt. Die Behörden warten nun auf weitere Klarheit aus dem Insolvenzverfahren, bevor zusätzliche Schritte eingeleitet werden können.
