Braunschweigs Händler leiden unter endlosen Baustellen – doch Hilfe bleibt ungewiss
Franz-Xaver OderwaldBraunschweigs Händler leiden unter endlosen Baustellen – doch Hilfe bleibt ungewiss
Lokale Unternehmen in Braunschweig kämpfen mit langwierigen Bauarbeiten
Die anhaltenden Bauarbeiten am Hagenmarkt, Bültenweg und in der Helmstedter Straße setzen lokale Unternehmen in Braunschweig stark unter Druck. Die Arbeiten haben den Fußgängerverkehr reduziert, Parkplätze beseitigt und Zufahrtswege blockiert. Eine aktuelle Entscheidung des Stadtrats könnte nun prägen, wie die Stadt betroffene Händler künftig unterstützt.
Die BIBS-Gruppe und Stadtrat Robert Glogowski hatten ursprünglich vorgeschlagen, den Baustellenfonds wieder einzuführen. Sie argumentierten, die Stadt müsse verhindern, dass ihre Maßnahmen Unternehmen schaden. Glogowski setzte sich während der Ratssitzung vehement für diese Unterstützung ein.
Kurz vor der Sitzung reichten die Fraktionen von SPD, CDU und Grünen jedoch einen letzten Änderungsantrag ein. Dieser verschob den Fokus von Soforthilfen hin zu langfristigen Lösungen. Der Antrag wurde angenommen und veränderte Glogowskis ursprünglichen Vorschlag deutlich.
Der neue Plan sieht eine Bewertung der bisherigen Fördermaßnahmen vor. Dabei soll überprüft werden, wie frühere Instrumente gewirkt haben, neue finanzielle und nicht-finanzielle Hilfen entwickelt und klare Kriterien für deren Einsatz festgelegt werden. Der aktuelle Baustellenfonds der Stadt ist aufgrund von Haushaltszwängen nicht dotiert, und frühere Versionen wurden kaum genutzt.
Stadtratsmitglied Stefan Wirtz (AfD) kritisierte den Zeitplan des Änderungsantrags als zu zögerlich. Die Ergebnisse der Bewertung sollen erst vor den Haushaltsberatungen für 2027/2028 in die zuständigen Ausschüsse gehen, um über mögliche Mittel zu entscheiden.
Die Änderung markiert einen Wandel hin zur Evaluation langfristiger Unterstützung für von Bauarbeiten betroffene Unternehmen. Der Bericht wird künftige Haushaltsentscheidungen beeinflussen. Bis dahin müssen die betroffenen Händler in Braunschweig weiterhin ohne direkte finanzielle Entlastung auskommen.
