Bundestag stoppt Millionenprojekt: Luisenblock-Ost-II fällt Sparzwängen zum Opfer
Bekir KochBundestag stoppt Millionenprojekt: Luisenblock-Ost-II fällt Sparzwängen zum Opfer
Pläne für großen Bundestags-Anbau in Berlin stoßen auf Widerstand
Die Pläne für einen umfangreichen Erweiterungsbau des Bundestags in Berlin sind ins Stocken geraten. Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) und Vizepräsident Omid Nouripour (Grüne) setzen sich dafür ein, das Projekt Luisenblock-Ost-II zu stoppen. Sie argumentieren, dass angesichts knapper Haushalte und der Notwendigkeit haushälterischer Verantwortung Neubauten keine Priorität hätten.
Das geplante Gebäude Luisenblock-Ost-II sollte im Berliner Regierungsviertel nördlich der Spree entstehen. Doch Klöckner besteht darauf, dass der Bundestag sich auf unverzichtbare Ausgaben konzentrieren müsse, statt ehrgeizige Bauvorhaben zu verfolgen. Nouripour unterstützte ihre Haltung und forderte eine Sondersitzung, um die Pläne offiziell zu begraben.
Durch den Verzicht auf den Anbau könnten die Abgeordneten mindestens 600 Millionen Euro an direkten Baukosten einsparen. Die Entscheidung berührt jedoch nicht das benachbarte Projekt Luisenblock-Ost-I. Dort entstehen weiterhin Büros des Bundestags sowie abgesicherte Sitzungsräume; die Fertigstellung ist für 2034 vorgesehen.
Klöckner betonte, der Schritt stehe für die erforderliche finanzielle Zurückhaltung. Nouripour unterstrich dies und argumentierte, öffentliche Mittel müssten in Zeiten wirtschaftlicher Belastung verantwortungsvoll eingesetzt werden.
Die Abschaffung von Luisenblock-Ost-II markiert eine Neuausrichtung der Ausgabenprioritäten des Bundestags. Die eingesparten Gelder sollen nun umgelenkt werden, während die Bauarbeiten am angrenzenden Luisenblock-Ost-I wie geplant fortgesetzt werden. Eine endgültige Entscheidung über das Schicksal des Projekts wird nach der anstehenden Sondersitzung fallen.






