"Bunt, nicht braun": Massiver Protest gegen AfD-Kinderschutzkongress in Hannover
Franz-Xaver Oderwald"Bunt, nicht braun": Massiver Protest gegen AfD-Kinderschutzkongress in Hannover
„Bunt, nicht braun“: Protest vor dem Landtag in Niedersachsen gegen AfD-Kinderschutzkongress
An diesem Samstag findet vor dem niedersächsischen Landtag in Hannover eine Demonstration der Initiative „Bunt, nicht braun“ statt. Die Kundgebung fällt zeitlich mit dem zweiten „Kinderschutzkongress“ der AfD zusammen und stößt bei linksgerichteten Gruppen und Gewerkschaften auf scharfe Kritik. Unter dem Motto „Unser Regenbogen bleibt bunt“ positionieren sich die Protestierenden gegen die inhaltlichen Pläne der Partei.
Auf dem AfD-Kongress sollen Themen wie „Gender-Ideologie“, die angebliche „Verharmlosung von Pädophilie“, Gewalterfahrungen sowie die „frühe Sexualisierung von Kindern“ diskutiert werden. Organisiert wird die Veranstaltung von Vanessa Behrendt, familienpolitische Sprecherin der AfD. Zu den Rednern zählen Beatrix von Storch, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der AfD, sowie Uwe Kranz, ehemaliger Präsident des Thüringer Landeskriminalamts, und die EU-Abgeordnete Christine Anderson.
Gegner des Kongresses stufen die AfD als „gesichert rechtsextrem“ ein. Das linke Bündnis wirft der Partei vor, den Kinderschutz als politisches Instrument zu missbrauchen. Zu den Unterzeichnern des Protestaufrufs gehören „Omas gegen Rechts“, „Aufstehen gegen Rassismus“, die Gewerkschaften Verdi und GEW, die katholische Kirche, die SPD sowie die Grünen. Sie warnen, die AfD könnte mit ihrer Agenda inklusive Bildung angreifen und ethnonationalistische Lehrpläne vorantreiben.
Die Auseinandersetzung um den Kongress offenbart die tiefen gesellschaftlichen Gräben. Während die AfD Unterstützung aus konservativen und rechtspopulistischen Kreisen mobilisiert, formiert sich Widerstand aus einem breiten Spektrum von Politik, Kirche und Zivilgesellschaft. Die Veranstaltung wird damit zum Schauplatz öffentlicher Proteste und gegenläufiger Botschaften.






