Chaos bei Berlins Maidemo: 50.000 Menschen blockieren Kreuzbergs Straßen
Franz-Xaver OderwaldChaos bei Berlins Maidemo: 50.000 Menschen blockieren Kreuzbergs Straßen
Berlins jährliche Revolutionäre Maidemonstration am 1. Mai erlebte am Mittwoch massive Verzögerungen. Tausende Feiernde füllten die Straßen von Kreuzberg und blockierten den Fortschritt des Demonstrationszugs. Innensenatorin Iris Spranger (SPD) bestätigte später, dass sich fast 50.000 Menschen in der gesamten Stadt zu den Maifeierlichkeiten versammelt hatten.
Der Marsch kam nur langsam voran, da sich die Menschenmassen in dem Viertel stauten. Gegen Mittag hatte die Spitze des Zuges zwar Neukölln erreicht, doch das Ende steckte weiterhin auf der Oranienstraße fest. Teilnehmer berichteten, bis zu einer halben Stunde gewartet zu haben, bevor es im Schneckentempo weiterging.
Zahlreiche Straßen in Kreuzberg wurden für den Verkehr gesperrt, und mehrere U-Bahn-Stationen wurden umfahren. Die Kommunistische Liga poste auf X, dass ihr Block auf der Glogauer Straße kaum vorankam. Die Polizei beobachtete die Lage, meldete jedoch keine Zwischenfälle.
Am Abend hatte der zersplitterte Demonstrationszug sein geplantes Ziel am Südstern immer noch nicht erreicht. Zudem sperrten die Behörden den Zugang zum Görlitzer Park, als die Veranstaltungen langsam ausklangen.
Trotz der logistischen Herausforderungen blieben die Kundgebungen den ganzen Tag über friedlich. Veranstalter und Polizei prüften weiterhin, ob der Marsch seine Route noch vollständig zurücklegen könnte. Die schiere Anzahl der Teilnehmer in Kreuzberg hatte die ursprünglichen Pläne für die Demonstration durcheinandergebracht.






