Deutsche fordern mehr Investitionen in grüne Technologien und Innovation
Meryem DobesDeutsche fordern stärkeren Einsatz für grüne Technologien - Deutsche fordern mehr Investitionen in grüne Technologien und Innovation
Eine neue Umfrage offenbart eine starke öffentliche Unterstützung für technologischen Fortschritt in Deutschland. Neun von zehn Bürgern halten Innovation für entscheidend für die Zukunft des Landes. Dennoch sind viele mit der aktuellen Förderung grüner Technologien unzufrieden und fordern mehr staatliche Unterstützung.
Die Erhebung zeigt eine breite Übereinstimmung über die Bedeutung von Umwelttechnologien. 80 Prozent der Deutschen betrachten umweltfreundliche Produktion und Exporte als unverzichtbar für das Wirtschaftswachstum. Der Sektor hat den Bruttowertschöpfungsanteil Deutschlands seit 2010 jährlich um etwa 5 Prozent gesteigert und macht mittlerweile über 8 Prozent der gesamten Exporte aus.
Über grüne Technologien hinaus wünschen sich die Menschen auch Fortschritte in anderen Bereichen. 61 Prozent setzen Prioritäten bei Bildung und Digitalisierung, während 60 Prozent bessere Gesundheitsversorgung und Altenpflege fordern. Die nachhaltige Energieversorgung folgt dicht dahinter – 49 Prozent befürworten ihren Ausbau.
Trotz der breiten Zustimmung sind nur 16 Prozent mit den aktuellen Fördermitteln zufrieden. Eine deutliche Mehrheit von 69 Prozent verlangt stärkere staatliche Investitionen in Umwelttechnologien. Gleichzeitig meinen nur 10 Prozent, der Staat gebe bereits zu viel Geld aus.
Alexander Bonde, Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), verweist auf ungenutztes Potenzial im Gesundheitssektor. Er schlägt vor, dass ökologische Innovationen die Branche verändern könnten – ganz im Sinne der öffentlichen Nachfrage nach Fortschritt.
Die Ergebnisse unterstreichen einen klaren öffentlichen Druck für mehr Investitionen in grüne und digitale Lösungen. Da die meisten Deutschen Umwelttechnologien als zentralen Wirtschaftsmotor sehen, wächst die Erwartung an Politiken, die dieser Ambition gerecht werden. Der stetige Anstieg der Exporte und der wirtschaftlichen Bedeutung des Sektors könnte künftige Förderentscheidungen zusätzlich prägen.






