21 April 2026, 00:32

Deutschland plant Privatisierung von Sefe bis 2028 – und Moldau reagiert auf Gazprom-Druck

Balkendiagramm, das den prozentualen Anteil der russischen Naturgasimporte in Europa pro Land zeigt.

Deutschland plant Privatisierung von Sefe bis 2028 – und Moldau reagiert auf Gazprom-Druck

Deutschland treibt die Pläne zur Privatisierung von Sefe voran, der ehemaligen Gazprom-Tochter Gazprom Germania, die 2022 unter staatliche Kontrolle gestellt wurde. Die Bundesregierung strebt an, ihren Anteil bis Ende 2028 um mindestens 75 Prozent zu reduzieren. Den Anfang soll eine Kapitalerhöhung von bis zu zwei Milliarden Euro machen. Unterdessen spitzen sich die Energiekonflikte in Osteuropa weiter zu: Moldau erwägt die Verstaatlichung ihres Gasversorgers vor dem Hintergrund anhaltender Spannungen mit Gazprom.

Die deutsche Regierung hat einen klaren Zeitplan für den schrittweisen Rückzug aus Sefe vorgelegt. Als erster Schritt ist eine Kapitalerhöhung zwischen 1,5 und zwei Milliarden Euro vorgesehen. Im Anschluss sollen weitere Aktienverkäufe folgen, sodass der Staatsanteil innerhalb von sechs Jahren auf 25 Prozent oder weniger sinkt.

Gleichzeitig prüfen Beamte eine mögliche Fusion zwischen Sefe und dem Energiekonzern Uniper. Das Unternehmen selbst betonte, seine Kerngeschäfte zusammenhalten zu wollen, und schloss eine Aufspaltung von Vermögenswerten für separate Verkäufe aus. Steigende Gaspreise und die anhaltenden geopolitischen Spannungen erhöhen den Druck, die Privatisierung zügig abzuschließen.

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Unterdessen lotet Moldau die Verstaatlichung von Moldovagaz aus, des staatlich unterstützten Gasversorgers des Landes. Der Schritt erfolgt, nachdem Gazprom gedroht hatte, die Gaslieferungen ab dem 1. Januar 2023 einzustellen. In einer weiteren Entwicklung haben die USA eine letzte einmonatige Sanktionausnahme für das serbische Ölunternehmen NIS erteilt und die Beschränkungen damit vorübergehend gelockert.

Die Privatisierung von Sefe wird Deutschlands Anteil bis 2028 deutlich verringern, wobei die erste Kapitalerhöhung in Kürze erwartet wird. Eine Fusion mit Uniper bleibt zwar im Gespräch, eine Entscheidung steht jedoch noch aus. In Moldau spiegelt die mögliche Verstaatlichung von Moldovagaz die wachsenden Sorgen um die Energiesicherheit wider, während Serbiens NIS vorerst eine kurze Atempause von den US-Sanktionen erhält.

Quelle