DGB-Chefin Fahimi zerpflückt Warkens 20-Milliarden-Sparplan für das Gesundheitssystem
Bekir KochDGB-Chefin Fahimi zerpflückt Warkens 20-Milliarden-Sparplan für das Gesundheitssystem
Yasmin Fahimi, Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), hat die von Gesundheitsministerin Nina Warken vorgeschlagenen Sparmaßnahmen scharf kritisiert. Der Gesetzentwurf, der Einsparungen von 20 Milliarden Euro im Gesundheitswesen vorsieht, stößt auf wachsende Ablehnung, da er Arbeitnehmer und Patienten finanziell übermäßig belastet.
Fahimi bezeichnete die Reformen als "verantwortungslos einseitig zu Lasten der Versicherten" und warnte vor drastischen Kürzungen bei Leistungen sowie höheren Zuzahlungen. Der Entwurf, über den das Kabinett kommenden Mittwoch abstimmen soll, zielt darauf ab, weitere Beitragserhöhungen in der Krankenversicherung zu verhindern. Warkens Plan umfasst unter anderem die Kürzung des Krankengeldes – eine Maßnahme, die der DGB als ungerechtfertigt gegen ohnehin finanziell belastete Arbeitnehmer gerichtet ansieht.
Fahimi betonte, dass der Zugang zu medizinischer Versorgung niemals vom Einkommen abhängen dürfe. Sie warf der Regierung vor, ein zentrales Prinzip der gesetzlichen Krankenversicherung in Deutschland auszuhebeln. Die Gewerkschaftschefin lehnte es zudem ab, dass gewöhnliche Bürger die Last der Haushaltskürzungen tragen müssten.
Innerhalb der Bundesregierung laufen noch Verhandlungen, ob Teile des Gesetzentwurfs überarbeitet werden. Fahimi forderte jedoch, die geplanten Kürzungen vollständig zu streichen. Stattdessen plädierte sie für ein solidarisches Finanzierungsmodell, das eine gerechtere Verteilung der Gesundheitskosten gewährleistet.
Die Haltung des DGB spiegelt breitere Bedenken wider, dass die Reformen die soziale Ungleichheit verschärfen würden. Fahimi warnte, der öffentliche Widerstand werde zunehmen, sollten die Maßnahmen in ihrer aktuellen Form umgesetzt werden.
Die Regierung muss nun abwägen zwischen den Forderungen des DGB und ihrem Ziel, die Ausgaben im Gesundheitswesen zu senken. Wird der Entwurf verabschiedet, würden strengere Kostenkontrollen eingeführt und bestimmte Leistungen gestrichen. Das Ergebnis der Kabinettssitzung nächste Woche wird entscheiden, ob die Reformen wie geplant voranschreiten oder noch einmal überarbeitet werden.






