27 June 2026, 14:17

Dieter Nuhrs Femizid-Witz löst Empörung und Debatte über Comedy-Grenzen aus

Dieter Nuhrs Misogynie-Witze

Dieter Nuhrs Femizid-Witz löst Empörung und Debatte über Comedy-Grenzen aus

Der Komiker Dieter Nuhr steht wegen eines Witzes über Femizide in seinem jüngsten Fernsehauftritt in der Kritik. Die umstrittene Bemerkung, die Teil eines wiederkehrenden Musters in seinem Programm ist, hat eine Debatte über Geschmack und die Tragweite solcher „Scherze“ ausgelöst.

In seiner ARD-Sendung verharmloste Nuhr Femizide, indem er suggerierte, Frauen sollten ihre Partner gründlicher prüfen, um nicht ermordet zu werden. Er behauptete, die Wahrscheinlichkeit, dass eine Frau von einem Mann getötet werde, sei „praktisch nicht existent“. Der Witz lenkte die Schuld zudem vom Täter auf das potenzielle Opfer – ein Ansatz, den viele als zynisch und verletzend empfinden.

Kritiker:innen weisen darauf hin, dass Femizide oft das Ergebnis langjähriger Gewalt, Kontrolle und tief verwurzelter Frauenfeindlichkeit sind. Nuhrs „Humor“ werde als plump und ohne Esprit oder Feingefühl wahrgenommen. Immer wieder dienen Frauen in seinen Programmen als bloße Pointe – etwa in Witzen über ihre Parkkünste.

Der Rundfunksender rbb verteidigte die Ausstrahlung mit Verweis auf künstlerische und satirische Freiheit. Trotz anhaltender Kritik und rechtlicher Verantwortung bieten öffentlich-rechtliche Sender Nuhr weiterhin eine Bühne für seine Art von Komik.

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Die Kontroverse zeigt das Spannungsfeld zwischen Meinungsfreiheit und Verantwortung in der Comedy auf. Nuhr selbst bestreitet, dass es ein strukturelles Problem mit der Tötung von Frauen gebe. Die Sender betonen, seine Auftritte bewegten sich im Rahmen der Satire.

Quelle