Dobrindt hält an Abschiebungen fest – auch in Taliban-geführtes Afghanistan
Bekir KochDobrindt hält an Abschiebungen fest – auch in Taliban-geführtes Afghanistan
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt hat die Haltung der Regierung zu Abschiebungen bekräftigt
Dobrindt verteidigte die Entscheidung der Bundesregierung, Abschiebungen fortzusetzen – auch in Richtung Afghanistan. Er betonte, dass die Ausweisung von Straftätern für die Sicherheit Deutschlands unverzichtbar sei. Wie berichtet wurde, haben Beamte bereits Gespräche mit Vertretern der Taliban geführt, um die Rückführungen zu erleichtern.
Die Sicherung der Grenzen bleibt unter seiner Führung eine Priorität. Bislang wurden an den Grenzübergängen 8.000 Haftbefehle vollstreckt. Trotz langfristiger Pläne zur Reform des europäischen Migrationssystems besteht Dobrindt darauf, dass die Grenzkontrollen vorerst bestehen bleiben.
Der Minister reagierte zudem auf Kritik von SPD-Chefin Bärbel Bas, die die jüngsten Kürzungen bei Sozialleistungen als „unmenschlich und zynisch“ bezeichnete. Dobrindt rief die Parteien dazu auf, sich nach den Debatten auf eine konstruktive Zusammenarbeit zu konzentrieren. Er warnte davor, sachpolitische Diskussionen in rhetorische Streitgespräche abgleiten zu lassen – etwa durch Äußerungen während der Maikundgebungen.
Bei den anstehenden Koalitionsgesprächen stehen Reformen des Arbeitsmarktes auf der Agenda. Dobrindt unterstrich die Notwendigkeit, dass die Parteien nach hitzigen Auseinandersetzungen in der Sozialpolitik nun an einem Strang ziehen müssten.
Die Regierungspolitik in den Bereichen Migration und Sozialleistungen bleibt umstritten. Abschiebungen, Grenzkontrollen und Sozialreformen sind zentrale Themen vor den Koalitionsverhandlungen. Dobrindt machte deutlich, dass Sicherheit und Zusammenarbeit die künftigen Entscheidungen leiten werden.






