19 June 2026, 22:18

Döring sagt FDP-Debatte nach Junge Freiheit-Interview von Hagen ab

Rückzug aus Debatte

Döring sagt FDP-Debatte nach Junge Freiheit-Interview von Hagen ab

Sabine Döring hat eine geplante Podiumsdiskussion mit FDP-Generalsekretär Martin Hagen bei der Friedrich-Naumann-Stiftung abgesagt. Die Entscheidung folgt auf ein kürzlich von Hagen gegebenes Interview mit der Jungen Freiheit, einer Zeitung, die sie politisch inakzeptabel findet. Kritiker der FDP loben ihren Schritt als mutige Haltung gegen die Ausrichtung der Partei.

Hagen war zuvor in einem Interview mit scharfen Fragen konfrontiert worden, in dem er die AfD heftig kritisiert hatte. Dennoch löste seine Entscheidung, mit der Jungen Freiheit – einem Blatt mit Nähe zu AfD-Sympathisanten – zu sprechen, eine Kontroverse aus. Döring nannte dieses Interview als Grund für ihren Rückzug von der Debatte und argumentierte, dass eine Zusammenarbeit mit der Zeitung unvereinbar mit ihren Werten sei.

Die FDP steckt seit Jahren in einer existenziellen Krise und hat viele Wähler an die AfD verloren. Einige Parteimitglieder halten die Werbung um diese Wähler für entscheidend, um künftig wieder erfolgreich zu sein. Andere, darunter auch Hagen, haben ebenfalls Interviews gegeben oder für die Junge Freiheit geschrieben – in der Hoffnung, so enttäuschte Anhänger zurückzugewinnen.

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Dörings Absage wird weithin als Versuch gewertet, sich von Hagens Vorgehen zu distanzieren. Ihr Rückzug könnte Wähler davon abhalten, den FDP-Generalsekretär bei künftigen Wahlen zu unterstützen. Die Absage der Debatte unterstreicht die Spannungen innerhalb der FDP über den Umgang mit der AfD. Dörings Entscheidung sendet ein klares Signal über ihre Haltung zu umstrittenen Medien. Die Partei steht nun vor der Herausforderung, ihre Wahlambitionen mit den internen Konflikten in Einklang zu bringen.

Quelle