02 April 2026, 08:30

Dynamo-Dresden-Legende Hans-Jürgen Kreische mit 78 Jahren verstorben

Schwarzes und weißes Foto eines Mannes in einer Jacke, der vor einem Haufen Holzplanken steht, der als der legendäre deutsche Fußballspieler gilt, der im Alter von 89 Jahren verstorben ist.

Dynamo-Dresden-Legende Hans-Jürgen Kreische mit 78 Jahren verstorben

Dynamo Dresdens Legende Hans-Jürgen Kreische ist im Alter von 78 Jahren gestorben. Der Rekordtorschütze des Vereins prägte fast seine gesamte Karriere die SG Dynamo und hinterlässt ein Erbe als einer der größten Fußballspieler der DDR. Fans und Mannschaftskollegen werden ihm am Wochenende im Spiel gegen Hertha BSC die letzte Ehre erweisen.

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Kreische stieg bereits mit zehn Jahren bei Dynamo Dresden ein und durchlief alle Jugendmannschaften, bevor er zum Star der ersten Mannschaft aufstieg. In seiner Laufbahn erzielte er 262 Tore für den Club und trug maßgeblich zu fünf DDR-Meistertiteln bei. Seine Verbindung zum Verein war tief verwurzelt – bereits sein Vater Hans hatte die Mannschaft als Kapitän angeführt.

Auf internationaler Ebene traf Kreische in 50 Länderspielen für die DDR-Auswahl 13-mal. Sein berühmtester Moment datiert aus dem Jahr 1974, als er die DDR-Nationalmannschaft zum historischen 1:0-Sieg gegen die Bundesrepublik Deutschland bei der Weltmeisterschaft führte. Doch seine Karriere endete jäh mit nur 30 Jahren, nachdem es zum bruchreifenden Streit mit Trainer Walter Fritzsch gekommen war – ein Konflikt, der seine aktive Zeit vorzeitig beendete.

Bekannt für seinen scharfen Verstand und seine kompromisslosen Prinzipien blieb Kreische in Dresden eine geachtete Persönlichkeit. In späteren Jahren zog er sich aus der Öffentlichkeit zurück, als seine Gesundheit nachließ. Der Verein ernannte ihn zum Ehrenkapitän – ein Titel, den er bis zu seinem Tod innehatte.

Dynamo Dresden wird Kreische am Samstag mit einer Schweigeminute und schwarzen Trauerbinden vor dem Spiel gegen Hertha BSC gedenken. Sein Rekord als erfolgreichster Torschütze des Clubs besteht unverändert – Jahrzehnte nach seinem Rücktritt. Die Partie gegen die Berliner wird zum letzten Abschied von einem Spieler, der den DDR-Fußball wie kaum ein anderer geprägt hat.

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