01 May 2026, 04:29

Edenhofer fordert radikale Wende in der deutschen Klimapolitik

Ein Kreisdiagramm, das den globalen erneuerbaren Energieverbrauch im Jahr 2008 zeigt, unterteilt in Abschnitte für fossile Brennstoffe, Kernenergie, Wasserkraft, Warmwasserheizung, Biomasse, Solarenergie, Geothermie und Biokraftstoffe.

Edenhofer fordert radikale Wende in der deutschen Klimapolitik

Der Ökonom Ottmar Edenhofer warnt, dass die deutsche Klimapolitik dringend überarbeitet werden muss. Seiner Ansicht nach dürfen die jüngsten Preisschocks bei der Energie die langfristige Planung nicht in den Hintergrund drängen. Stattdessen sieht er Klimaschutzmaßnahmen als entscheidend an, um künftigen Wohlstand und Stabilität zu sichern.

Edenhofer kritisierte die Bundesregierung dafür, die Klimapolitik nur als Nebensache zu behandeln. Er betonte, dass schlecht konzipierte Maßnahmen dazu führen könnten, dass vermehrt Öl- und Gasheizungen eingebaut werden – ein Rückschritt für die Klimaziele. Als Gegensteuer schlug er eine Abgabe auf neue fossile Heizsysteme vor.

Gleichzeitig räumte der Wirtschaftswissenschaftler ein, dass die Umstellung auf Wärmepumpen für Hausbesitzer eine finanzielle Belastung darstellt. Eine Senkung der Stromsteuer, so seine Empfehlung, würde den Wechsel erschwinglicher machen. Bestehende Förderprogramme könnten zwar weiterhin eine Rolle spielen, müssten aber stärker darauf ausgerichtet werden, die finanzielle Last während des Umstiegs zu verringern.

Edenhofer warnte davor, Klimaschutzmaßnahmen für allgemeine wirtschaftliche Probleme verantwortlich zu machen. Vielmehr bezeichnete er sie als unverzichtbar für langfristige Sicherheit. Zudem prognostizierte er, dass die aktuelle Öl- und Gaspreiskrise nicht die letzte sein werde, und forderte die Politik auf, sich auf künftige Schocks vorzubereiten.

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Zu seinen Vorschlägen gehören Steueranpassungen und gezielte Abgaben, um Haushalte schrittweise von fossilen Brennstoffen wegzuführen. Seine Warnungen unterstreichen die Gefahr, dass kurzfristiges Denken die Klimaziele gefährdet. Die Regierung steht nun vor der Forderung, ihren Kurs zu korrigieren, bevor sich noch mehr Haushalte an emissionsintensive Heizsysteme binden.

Quelle