25 April 2026, 14:28

EEG-Aus 2026: Energieminister fordern Rettungspaket für Ökostrom-Förderung

Eine Liniengrafik, die die Stromerzeugung aus Wind und Solar in Deutschland zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

EEG-Aus 2026: Energieminister fordern Rettungspaket für Ökostrom-Förderung

Deutschlands Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) läuft Ende 2026 aus – damit steht die Zukunft der Förderung sauberer Energien auf dem Spiel. Energieminister aus führenden Bundesländern fordern nun dringend Maßnahmen, um langfristige Investitionen in erneuerbare Energien abzusichern. Ihre Warnungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem bundesweite Pläne für neue Gaskraftwerke eine Debatte über die Vergabe von Fördermitteln entfacht haben.

Christian Meyer, Energieminister von Niedersachsen, kritisierte den Vorschlag von Bundeswirtschaftsministerin Katharina Reiche, Milliarden in neue gasbefeuerte Kraftwerke in Süddeutschland zu investieren. Stattdessen sollten diese Gelder seiner Meinung nach den Ausbau der Netze und der erneuerbaren Energien beschleunigen – insbesondere in Niedersachsen, wo die Entwicklung ins Stocken geraten ist. Meyer verwies darauf, dass sein Bundesland im vergangenen Jahr 807 Windkraftanlagen mit einer Leistung von über 5,1 Gigawatt genehmigt habe. Gleichzeitig warnte er, dass Reiches Gas-Pläne regionale Investitionen in Höhe von 32 Milliarden Euro gefährden könnten.

Ein unabhängiger Expertenbericht, den die Landesminister in Auftrag gegeben hatten, empfiehlt, die Förderung für private Solardachanlagen über 2026 hinaus zu verlängern. Meyer betonte, dass verlässliche Instrumente wie Differenzverträge (Contracts for Difference) entscheidend seien, um die Strompreise niedrig zu halten und eine klimaneutrale Zukunft zu sichern. Zudem schlug er ein "Netz-Booster"-Programm vor und forderte die Bundesregierung auf, zusätzliche Mittel bereitzustellen und strenge Fristen für den Netzausbau durchzusetzen.

Tobias Goldschmidt, Energiewendeminister aus Schleswig-Holstein, unterstützte die Forderung nach klaren Regelungen für die Zeit nach 2026. Beide Minister waren sich einig, dass stabile, langfristige Rahmenbedingungen unerlässlich sind – sowohl für Milliardeninvestitionen in erneuerbare Energien als auch für bezahlbare und effiziente Energieversorgung in ganz Deutschland.

Die Ergebnisse des Berichts und die Vorschläge der Minister zielen darauf ab, Investitionsunsicherheiten nach dem Auslaufen des EEG zu vermeiden. Ohne verlängerte Subventionen und Netzoptimierungen könnte sich der Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland verlangsamen – mit Folgen für Stromkosten und Klimaziele. Die nächsten Schritte hängen nun von bundesweiten Entscheidungen zu Förderprioritäten und der künftigen Ausrichtung der Energiepolitik ab.

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