Emmendingen plant drastische Kürzungen im Abendverkehr des Nahverkehrs
Die Kreisverwaltung Emmendingen hat Sparmaßnahmen für den örtlichen Nahverkehr vorgeschlagen. Die geplanten Änderungen zielen darauf ab, den Schülerverkehr und die allgemeinen Busverbindungen zu optimieren und könnten im Haushalt 2027 Einsparungen von rund 200.000 Euro bringen.
Zu den Vorschlägen gehört die Reduzierung der Abendbusse, die mit der Fahrplanumstellung im Dezember in Kraft treten soll. Die Kündigung der Verträge für Abendverbindungen auf Entwicklungsstrecken könnte jährlich etwa 100.000 Euro sparen. Betroffen von diesen Anpassungen sind die Städte Elzach, Denzlingen, Kenzingen und Herbolzheim.
Der Umwelt- und Technikausschuss wird die Pläne am 29. Juni 2023 prüfen. Die örtlichen Gemeinderäte müssen anschließend entscheiden, ob sie die Verbindungen weiter finanzieren oder deren Betrieb bereits ab 20 Uhr einstellen. Die endgültige Beschlussfassung durch den Kreistag ist für den 20. Juli 2023 vorgesehen.
Eine Verkehrsuntersuchung im Jahr 2027 soll die Auswirkungen dieser Maßnahmen bewerten und klären, ob für 2028 weitere Kürzungen notwendig sind. Der Landkreis subventioniert derzeit den ÖPNV und den Schülerverkehr mit jährlich rund 9 Millionen Euro – ein Betrag, der voraussichtlich auch 2026 stabil bleiben wird.
Der Kreistag stimmt im Juli über die Vorschläge ab. Bei einer Zustimmung treten die Änderungen im Dezember in Kraft und betreffen mehrere Gemeinden. Die Einsparungen aus diesen Maßnahmen sollen dazu beitragen, die Haushaltsziele für 2027 zu erreichen.
