Erdrutschsieg im Landkreis Miesbach: Freie Wähler brechen CSU-Dominanz nach Jahrzehnten
Türkan MargrafErdrutschsieg im Landkreis Miesbach: Freie Wähler brechen CSU-Dominanz nach Jahrzehnten
Im Landkreis Miesbach ist nach einer entscheidenden Stichwahl ein neuer Landrat gewählt worden. Jens Zangenfeind von der Freien Wählergemeinschaft (FWG) errang einen Erdrutschsieg mit 78 Prozent der Stimmen und beendete damit die jahrzehntelange Vorherrschaft der CSU in der Region. Die Wahl markiert einen deutlichen Machtwechsel in der lokalen Politik.
Ursprünglich hatten sich sieben Kandidaten um die Nachfolge von Olaf von Löwis beworben, dem scheidenden Landrat, der auf eine zweite Amtszeit verzichtete. Von Löwis, Mitglied der CSU, war selbst Nachfolger von Wolfgang Rzehak von den Grünen in diesem Amt gewesen.
In der ersten Wahlrunde führte Jens Zangenfeind, der ehemalige Bürgermeister von Hausham, mit 45,3 Prozent der Stimmen. Sein Kontrahent, Franz Schnitzenbaumer von der CSU und ehemaliger Bürgermeister von Schliersee, folgte mit 25,6 Prozent. Beide zogen in die Stichwahl ein, die am 22. März 2026 stattfand.
Zangenfeinds Sieg fiel überwältigend aus: Er erreichte 78 Prozent der Stimmen, während Schnitzenbaumer nur auf 22 Prozent kam. Das Ergebnis deutet auf einen klaren Rückgang der seit Langem bestehenden Dominanz der CSU im Landkreis hin, während die Freien Wähler an Einfluss gewinnen.
Mit dem Wahlergebnis steht Jens Zangenfeind als neuer Landrat des Landkreises Miesbach fest. Sein deutlicher Wählerauftrag spiegelt die wachsende Unterstützung für die Freien Wähler in der Region wider. Die CSU, die das Amt jahrzehntelang innehatte, sieht sich nun einer veränderten politischen Landschaft gegenüber.






