Friseure stellen Preise um: Warum Frauen und Männer bald gleich zahlen
Meryem DobesFriseure stellen Preise um: Warum Frauen und Männer bald gleich zahlen
Deutsche Friseursalons bereiten sich auf eine Umstellung bei der Preisgestaltung für ihre Kunden vor. Ein neues Gesetz soll die geschlechtsspezifische Preisgestaltung in Salons abschaffen. Die Reform zielt darauf ab, die Abrechnung für alle fairer und transparenter zu gestalten.
Der Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks betont, dass es sich dabei nicht um eine politische Entscheidung handelt, sondern um die Schaffung klarer und nachvollziehbarer Preise, die sich am tatsächlichen Arbeitsaufwand orientieren. Statt nach Geschlecht zu differenzieren, werden Preislisten künftig Kriterien wie Haarlänge, Dichte, Zeitaufwand oder spezifische Leistungen zugrunde legen.
Der Bundestag hat bereits die erste Lesung der Gesetzesnovelle durchgeführt. Die Aktualisierung umfasst auch Schutzbestimmungen gegen Diskriminierung bei der Preisgestaltung. Unternehmen werden aufgefordert, ihre Preisliste und Rabattmodelle unverzüglich zu überprüfen und anzupassen.
Künftig bestimmen Faktoren wie die verwendeten Materialien, der Schwierigkeitsgrad der Dienstleistung und der erforderliche Aufwand die Kosten. Die Einhaltung des Antidiskriminierungsrechts ist dabei zwingend erforderlich – Verstöße könnten sonst zu Schadensersatzforderungen führen.
Die Reform beendet die geschlechtsspezifische Preisgestaltung in Friseursalons. Die Betreiber müssen nun sicherstellen, dass ihre Preise transparent, fair und rechtlich einwandfrei sind. Zwar sind Preiserhöhungen möglich, doch das Hauptziel bleibt Klarheit und Gleichbehandlung für alle Kunden.






