22 March 2026, 16:22

Fusion der Wolfenbütteler Bibliotheken scheitert am Stadtrat

Schwarz-weiß-Foto einer Stadtstraße mit Gebäuden, Straßenlaternen, Bäumen und einem Himmel im Hintergrund, mit Text unten, der "New York Public Library, New York City" lautet.

Fusion der Wolfenbütteler Bibliotheken scheitert am Stadtrat

Pläne zur Fusion der Stadt- und Kreisbibliotheken Wolfenbüttels vom Rat abgelehnt

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Ein Vorhaben, die Stadt- und die Kreisbibliothek in Wolfenbüttel zusammenzulegen, ist vom örtlichen Stadtrat abgelehnt worden. Der von der CDU-Fraktion eingebrachte Vorschlag zielte darauf ab, Kosten zu sparen und kulturelle Angebote effizienter zu gestalten. Aus offiziellen Berichten geht hervor, dass die Nutzungszahlen der Stadtbibliothek in den vergangenen fünf Jahren jährlich um 15 bis 20 Prozent gesunken sind, während die Besucherzahlen der Kreisbibliothek stabiler blieben.

Aktuell beherbergt Wolfenbüttel drei zentrale Kultureinrichtungen: die Herzog August Bibliothek, die städtische Stadtbibliothek und die Volkshochschule des Landkreises. Die CDU wollte die Bestände der Stadt- und Kreisbibliothek zusammenführen, die Bücher in die Nähe des Bahnhofs verlegen und kulturelle Aktivitäten im Bereich der Harzstraße bündeln. Befürworter argumentierten, dies würde logistische Kosten senken, Räumlichkeiten besser auslasten und Möglichkeiten für eine engere kommunale Zusammenarbeit schaffen.

Hauptgrund für den Vorschlag war die angespannte Haushaltslage von Stadt und Landkreis. Durch die Zusammenlegung erhoffte sich die CDU eine strengere Haushaltsdisziplin und eine effizientere Nutzung der bestehenden Infrastruktur. Doch der Stadtrat lehnte den Plan ab – eine Entscheidung, die selbst die Antragsteller erwartet hatten.

Die Daten von 2021 bis 2025 zeigen einen deutlichen Rückgang der Nutzungszahlen der Stadtbibliothek, die jährlich um bis zu ein Fünftel sanken. Als Hauptgründe wurden digitale Alternativen und die Auswirkungen der Pandemie genannt. Demgegenüber blieben die Besucherzahlen der Kreisbibliothek vergleichsweise konstant und schwankten nur um etwa fünf Prozent nach oben oder unten.

Die abgelehnte Fusion hätte die Bibliothekslandschaft Wolfenbüttels grundlegend verändert und auf Effizienz sowie gemeinsame Ressourcen ausgerichtet. Vorerst werden beide Bibliotheken jedoch weiterhin eigenständig betrieben – trotz der finanziellen Belastungen der Stadt. Mit der Entscheidung des Rates bleibt das bestehende System erhalten, ohne dass es vorerst Pläne für eine Zusammenlegung gibt.

Quelle