Galeria kämpft um Überleben: 160 Millionen Euro fehlen gegen die Insolvenz
Franz-Xaver OderwaldGaleria kämpft um Überleben: 160 Millionen Euro fehlen gegen die Insolvenz
Die deutsche Warenhauskette Galeria steckt erneut in einer schweren Finanzkrise. Wie die Bild berichtet, benötigt der Händler dringend ein Darlehen in Höhe von 160 Millionen Euro, um die Insolvenz abzuwenden. Ohne diese Mittel bleibt die Zukunft des Unternehmens ungewiss.
Der Vorstandsvorsitzende Tilo Hellenbock hat bereits Maßnahmen zur Kostensenkung eingeleitet: Bestellungen für neue Ware wurden in allen 83 Filialen gestrichen. Mit drastischen Rabattaktionen versucht das Unternehmen, den Umsatz anzukurbeln und die Löhne der rund 12.000 Mitarbeiter zu finanzieren.
Ein möglicher Rettungsdeal mit der US-Investmentfirma Gordon Brothers sieht einen Sanierungsplan vor. Dieser würde den Abschluss von etwa 30 Standorten sowie eine Verringerung der Verkaufsflächen umfassen. Das Darlehen soll zudem eine bestehende Schuldenlast von 80 Millionen Euro umschulden und ausstehende Mietzahlungen begleichen.
Branchenexperten äußern jedoch Skepsis: Selbst wenn die Kreditzusage erfolgt, könnten monatliche Verluste in Millionenhöhe das Unternehmen weiter bedrohen. Scheitert die Einigung mit Gordon Brothers, könnte das Aus für Galeria bedeuten.
Ohne die 160 Millionen Euro droht bereits in diesem Sommer die Schließung von Filialen wegen fehlender Ware. Das Ziel bleibt, die Kette bis 2028 wieder in die Gewinnzone zu führen. Doch der Weg dorthin wirkt steil und voller Unsicherheiten.






