Gerhard Schlikkers NS-Vergangenheit und die umstrittene Villa Schlikker im Fokus
Bekir KochGerhard Schlikkers NS-Vergangenheit und die umstrittene Villa Schlikker im Fokus
Öffentlicher Vortrag über Gerhard Schlikkers Leben und die umstrittene Geschichte der Villa Schlikker
Am Donnerstag, dem 9. April, findet um 18:30 Uhr ein öffentlicher Vortrag über das Leben Gerhard Schlikkers und die kontroverse Geschichte der Villa Schlikker statt. Der Historiker Dr. Thorsten Heese wird die Diskussion im Museumsquartier Osnabrück leiten und dabei Schlikkers Handeln während der NS-Zeit sowie seine Rolle als Parteimitglied beleuchten.
Gerhard Schlikker erwarb die Villa Schlikker im Jahr 1926. Bereits 1932 stellte er das Anwesen der NSDAP zur Verfügung. Der Vortrag widmet sich seinem Wirken in dieser Zeit, insbesondere seiner Mitgliedschaft in der NSDAP und der grundsätzlichen Frage nach der individuellen Verantwortung beim Übergang von der Demokratie in die Diktatur.
Die Veranstaltung nähert sich der NS-Geschichte aus biographischer Perspektive und hinterfragt, wie persönliche Entscheidungen den Aufstieg des Regimes prägten – oder von ihm geprägt wurden. Dr. Heese wird zudem auf das Fehlen dokumentierter öffentlicher Äußerungen Schlikkers zu seinem politischen Engagement nach dem Zweiten Weltkrieg eingehen.
Der Eintritt zum Vortrag beträgt 3 Euro, für Personen unter 18 Jahren ist er kostenfrei.
Die Veranstaltung bietet einen detaillierten Einblick in Schlikkers Entscheidungen und die Rolle der Villa Schlikker in der lokalen NS-Geschichte. Gleichzeitig schafft sie einen Rahmen, um zu verstehen, wie individuelles Handeln zum Wandel von einer republikanischen Gesellschaft in eine Diktatur beitrug.






