Gifhorns Mühlenmuseum droht durch Vernachlässigung und Schädlinge einzustürzen
Meryem DobesGifhorns Mühlenmuseum droht durch Vernachlässigung und Schädlinge einzustürzen
Gifhorns historisches Mühlenmuseum droht durch jahrelange Vernachlässigung schwer beschädigt zu werden
Der Zustand des Gebäudes hat sich bis an einen kritischen Punkt verschlechtert: Holzschädlinge wie der Hausbockkäfer und bröckelige Dachziegel gefährden die Statik. Nun muss die Stadt handeln, um weiteren Verfall und steigende Sanierungskosten zu verhindern.
Der private Betreiber des Museums, der für die Instandhaltung verantwortlich war, hat Insolvenz angemeldet. Da gegen das Unternehmen Strafverfahren und Insolvenzverfahren laufen, sind keine Mittel für Reparaturen zu erwarten. Ohne Eingreifen wird sich der Schaden weiter verschlimmern – und die künftigen Kosten in die Höhe treiben.
Laut Stadtverwaltung sind langjährige Vernachlässigung und das natürliche Ende der Lebensdauer der Baumaterialien die Hauptursachen. Besonders problematisch sind die von Holzschädlingen angegriffenen tragenden Balken sowie fehlende oder beschädigte Dachziegel. Die Behörden warnen: Jede Verzögerung verschärft die Situation weiter.
Als Reaktion schlägt die Stadt eine Soforthilfe in Höhe von 280.000 Euro vor, um das Gebäude zu stabilisieren. Der Stadtrat wird in seiner nächsten Sitzung über den Antrag abstimmen. Die Verwaltung betont, dass der Erhalt des Museums eine öffentliche Aufgabe sei – schließlich handele es sich um ein kulturell und historisch bedeutendes Bauwerk.
Ziel der geplanten Förderung ist es, den weiteren Verfall zu stoppen und die Zukunft des Gebäudes zu sichern. Falls der Antrag angenommen wird, sollen zunächst die dringendsten strukturellen Schäden behoben werden. Ohne diese Maßnahmen drohen dem Museum unumkehrbare Schäden und deutlich höhere Kosten in den kommenden Jahren.






