Girocard wird 2027 digital: Neue Funktionen ohne Zusatzkosten
Franz-Xaver OderwaldGirocard wird 2027 digital: Neue Funktionen ohne Zusatzkosten
Die Girocard, Deutschlands beliebtestes bargeldloses Zahlungsmittel, erhält ab 2027 neue digitale Funktionen. Die Updates sollen die Nutzungsmöglichkeiten erweitern, ohne dass für Verbraucher zusätzliche Kosten entstehen. Die Änderungen werden schrittweise eingeführt, beginnend im frühen Jahr 2027.
Ab Anfang 2027 können Girocard-Inhaber In-App-Zahlungen tätigen. Dies ist das Ergebnis laufender Gespräche zwischen der Euro Kartensysteme GmbH und großen Lebensmitteleinzelhändlern, um die Karte in deren Apps zu integrieren. Zudem wird eine Händler-Whitelist eingeführt: Nutzer können vertrauenswürdige Händler markieren, um Transaktionen ohne zusätzliche Authentifizierung zu beschleunigen.
Die digitale Erweiterung der Girocard geht über den Einkauf hinaus. Die elektronische Altersprüfung, die bereits an Zigarettenautomaten genutzt wird, soll bald auch für Alkoholkäufe in Supermärkten und an Automaten gelten. Darüber hinaus könnte die Karte bereits ab dem nächsten Jahr für die Buchung von Mietwagen oder die Reservierung von Hotelzimmern nutzbar sein.
Payback Pay, das bisher auf Lastschrift und Kreditkarten setzt, wird künftig auch Girocard-Zahlungen unterstützen. Trotz der digitalen Weiterentwicklung bleibt die physische Girocard vorerst im Umlauf. Kundinnen und Kunden haben zudem die Option, auf eine rein digitale Version umzusteigen, falls sie dies bevorzugen.
Die neuen Funktionen werden für Nutzer keine höheren Gebühren mit sich bringen. Mit rund 100 Millionen Girocards im Umlauf in Deutschland sollen die Updates das Zahlungsmittel noch vielseitiger machen. Physische Karten werden zwar vorerst weiter existieren, doch ihre langfristige Zukunft bleibt ungewiss.
