30 June 2026, 12:22

Gorleben bleibt bis 2054: Atomlager wird um 20 Jahre verlängert

Gorleben wird verlängert

Gorleben bleibt bis 2054: Atomlager wird um 20 Jahre verlängert

Atomanlagen-Zwischenlager Gorleben bleibt zwei Jahrzehnte länger in Betrieb

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Das deutsche Zwischenlager für atomare Abfälle in Gorleben wird zwei Jahrzehnte länger als ursprünglich geplant betrieben. Die aktuelle Genehmigung läuft zwar 2034 aus, doch die Bundesgesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ) hat eine Verlängerung um 20 Jahre beantragt. Die Verzögerung fällt in eine Phase, in der die bundesweite Suche nach einem Endlager für hochradioaktive Abfälle den gesetzlich vorgesehenen Stichtag 2031 bereits überschritten hat.

Die BGZ hat ihren Antrag auf Verlängerung der Betriebsgenehmigung für Gorleben eingereicht. Das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) wird das Genehmigungsverfahren begleiten. Im Lager sind derzeit 113 Castor-Behälter untergebracht, in denen abgebrannte Brennelemente und Wiederaufarbeitungsabfälle lagern.

Das zwischen 1982 und 1983 errichtete Zwischenlager Gorleben weist dünnere Wände und Decken auf als neuere Standorte. Die BGZ betont jedoch, die Verlängerung sei sicher, und verweist auf regelmäßige Sicherheitsüberprüfungen alle zehn Jahre. Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüneburg-Dannenberg (BI) äußert hingegen Bedenken hinsichtlich der langfristigen Sicherheit und der strukturellen Stabilität der Anlage. Auch Umweltschützer lehnen die verlängerte Nutzung des Standorts ab.

Mit der Verlängerung würde Gorleben bis 2054 in Betrieb bleiben. Nun liegt die Entscheidung bei den Aufsichtsbehörden, die die Sicherheitszusagen gegen die wachsenden Forderungen nach einer dauerhaften Lösung abwägen müssen. Die Suche Deutschlands nach einem Endlager bleibt derweil ungelöst – Zwischenlager sind vorerst die einzige Option.

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