29 June 2026, 12:39

Grünes Licht für Knaufs umstrittenen Gipsabbau bei Würzburg – doch die Kritik bleibt

Hürde auf dem Weg zu einem neuen Gipsbergwerk überwunden

Grünes Licht für Knaufs umstrittenen Gipsabbau bei Würzburg – doch die Kritik bleibt

Die Regierung Unterfrankens hat ihre Prüfung der Gipsabbaupläne des Konzerns Knauf in der Nähe von Würzburg abgeschlossen. Sie kam zu dem Schluss, dass das Vorhaben bei Einhaltung strenger Auflagen keine unkontrollierbaren Risiken berge. Da das Gebiet für die Trinkwasserversorgung der Region von zentraler Bedeutung ist, kommt der Entscheidung eine hohe Bedeutung zu.

Knauf plant, über einen Zeitraum von 50 Jahren unterirdische Gipsvorkommen abzubauen und dabei jährlich eine Million Tonnen zu fördern. Das Unternehmen begrüßte die Einschätzung der Regierung und bezeichnete sie als eine weitere fachliche Bestätigung für das Projekt.

Im Rahmen des raumordnerischen Prüfverfahrens wurden 79 Behörden angehört und 4.300 öffentliche Einwände geprüft. Eine Online-Petition gegen das Vorhaben sammelte zudem über 5.600 Unterschriften. Die Grünen kritisierten die Bewertung scharf und warfen ihr vor, die Gefahren für die Trinkwasserversorgung zu unterschätzen.

Der Regierungsbericht räumte zwar ein Restrisiko für das Grundwasser ein, stufte dieses jedoch als beherrschbar ein. Sollten die Grundwasserstände sinken, müsste der Abbau gestoppt werden. Die endgültige Genehmigung liegt nun bei der Bergbehörde Nordbayern, deren Entscheidung bis Jahresende erwartet wird.

Knauf muss sich an strenge Auflagen halten, um mit dem Abbau beginnen zu können. Die Zukunft des Projekts hängt von der Entscheidung der Bergbehörde ab. Bei einer Genehmigung würde das Unternehmen die Förderung unter strenger Aufsicht aufnehmen, um die lokalen Wasservorräte zu schützen.

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