09 May 2026, 10:25

Hautkrebsfälle explodieren: Über 100.000 Behandlungen in Deutschland 2023

Plakat, das für Operationen, Röntgenstrahlen und Radium als sichere Waffen gegen Krebs wirbt.

Hautkrebsfälle explodieren: Über 100.000 Behandlungen in Deutschland 2023

Hautkrebsfälle in Deutschland auf Rekordhoch – über 100.000 Behandlungen 2023

In Deutschland haben sich die Hautkrebsfälle in den letzten zehn Jahren dramatisch erhöht: Allein 2023 wurden über 100.000 Menschen behandelt. Experten führen den Anstieg auf die zunehmende UV-Strahlung zurück, die unter anderem durch den Klimawandel begünstigt wird. Angesichts dieser Entwicklung rückt der wirksame Sonnenschutz und die dahinterstehende Wissenschaft immer stärker in den Fokus.

Die Sonne erzeugt Energie, indem sie etwa acht Prozent ihrer Masse umwandelt – dabei entsteht auch UV-Strahlung. Diese erreicht die Erde in drei Formen: UVA-, UVB- und UVC-Strahlen. Während die Ozonschicht alle UVC-Strahlen abblockt, dringen UVA- und UVB-Strahlen bis zur Erdoberfläche durch und bergen erhebliche Gesundheitsrisiken. Beide Strahlungsarten gelten als krebserregend und können langfristige Hautschäden verursachen.

Sonnencremes schützen die Haut mithilfe von UV-Filtern, die in zwei Kategorien unterteilt werden: organische (chemische) und physikalische (mineralische) Filter. Allerdings stehen einige Inhaltsstoffe in der Kritik. Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) hat Benzophenon – ein Abbauprodukt von Octocrylen – als möglicherweise krebserregend für den Menschen eingestuft.

Für einen ausreichenden Schutz ist die richtige Anwendung entscheidend. Die Europäische Kommission empfiehlt, dass der UVA-Schutz mindestens ein Drittel des auf der Verpackung angegebenen Lichtschutzfaktors (SPF) betragen sollte. Für eine vollständige Wirksamkeit sind zwei Milligramm Creme pro Quadratzentimeter Haut nötig.

Trotz dieser Maßnahmen steigen die Hautkrebszahlen weiter an. 2023 verzeichnete Deutschland über 100.000 Fälle – ein deutlicher Anstieg im Vergleich zu weniger als 42.000 vor zehn Jahren. Die wachsende Bedrohung durch UV-bedingte Erkrankungen unterstreicht die Notwendigkeit besserer Sonnenschutzgewohnheiten. Eine korrekte Anwendung von Sonnencreme und das Bewusstsein für schädliche Inhaltsstoffe könnten helfen, die Risiken zu verringern. Angesichts der durch den Klimawandel verstärkten Strahlenbelastung müssen gesundheitspolitische Maßnahmen dringend an die neuen Herausforderungen angepasst werden.

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