Herbert Grönemeyer erhält Nationalpreis für Demokratie und kulturellen Einsatz
Meryem DobesHerbert Grönemeyer erhält Nationalpreis für Demokratie und kulturellen Einsatz
Der Musiker Herbert Grönemeyer erhält den Nationalpreis der Deutschen Nationalstiftung für sein lebenslanges Engagement für Demokratie und Kultur. Die Auszeichnung würdigt seinen künstlerischen Einfluss sowie seine klare Haltung gegen rechtsextreme Politik. Im vergangenen Jahr wurden unter anderem die BioNTech-Gründer Özlem Türeci und Uğur Şahin geehrt; die Preisverleihung nahm Bundeskanzler Friedrich Merz vor.
Grönemeyer ist seit langem eine prägende Figur der deutschen Popmusik und der öffentlichen Debatte. Sein jüngstes politisches Wirken richtet sich vor allem gegen den Aufstieg rechtsextremer Bewegungen. Bei einem Konzert in Dortmund 2024 bezeichnete er Andersdenkende als "rechte Ratten" und rief zu Geschlossenheit für eine "stabile, bürgerliche Gemeinschaft" auf.
Bereits zu Beginn dieses Jahres warnte er, die deutsche Demokratie stehe an einem kritischen Punkt – es sei "fünf Minuten vor zwölf". Dabei verwies er auf Recherchen von Correctiv und forderte die Wähler auf, extremistische Parteien abzulehnen. In seinen öffentlichen Stellungnahmen betont er immer wieder die Notwendigkeit eines "Brandschutzes gegen Rechts".
Die Deutsche Nationalstiftung, 1993 gegründet, fördert Einheit, Toleranz und internationales Verständnis. Der Preis ehrt Grönemeyers jahrzehntelanges Schaffen in Musik und Einsatz für eine offene Gesellschaft.
Bei der Verleihungszeremonie wird seine Rolle als Gestalter der deutschen Kultur und als Verteidiger demokratischer Werte gewürdigt. Durch seinen entschiedenen Widerstand gegen Extremismus und seinen Einfluss auf die öffentliche Meinungsbildung ist er zu einer zentralen Stimme in nationalen Debatten geworden. Die Entscheidung der Stiftung spiegelt seinen nachhaltigen Einfluss auf Kunst und zivilgesellschaftliches Leben wider.






