06 May 2026, 07:24

Hugo Boss schließt 30 Filialen – Erholung erst ab 2027 erwartet

Bar graph illustrating global economic losses with accompanying explanatory text.

Hugo Boss schließt 30 Filialen – Erholung erst ab 2027 erwartet

Hugo Boss kündigt Schließung von 15 weiteren Filialen bis 2028 an – damit steigt die Zahl der geschlossenen Geschäfte auf insgesamt 30. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund sinkender Umsätze und Gewinne im frühen Jahr 2023. Eine neue Erholungsstrategie soll das Wachstum wiederbeleben, doch frühestens ab 2027.

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Die finanziellen Probleme des Modeunternehmens verschärften sich im ersten Quartal 2023. Der Gesamtumsatz sank um 6 Prozent auf 905 Millionen Euro, wobei die Regionen Europa, Naher Osten und Afrika einen Rückgang von 8 Prozent verzeichneten. Wichtige Märkte wie Deutschland, Frankreich und Großbritannien folgten diesem negativen Trend.

Besonders betroffen war die lässige Linie Hugo: Hier brachen die Umsätze um 21 Prozent ein. Selbst die formelle Marke Boss verlor 3 Prozent. Der operative Gewinn (EBIT) stürzte um 42 Prozent auf 35 Millionen Euro ab. Der Konflikt im Nahen Osten spielte eine untergeordnete Rolle und minderte die Erträge um etwa 1 Prozent.

Als Reaktion setzt Hugo Boss auf einen langfristigen Plan namens „Claim 5 Touchdown“. Dieser sieht bis 2028 die Schließung von 30 Prozent der weltweiten Filialen vor. Zudem soll im November 2023 eine neu gestaltete Damenkollektion unter der Leitung von Kerstin Dorst auf den Markt kommen – ein zentraler Baustein der Erholungsstrategie.

Doch mit echtem Wachstum rechnet das Unternehmen erst ab 2027. Bis dahin stehen Umstrukturierung und die Anpassung an veränderte Kundennachfrage im Mittelpunkt. Hugo Boss spürt die Auswirkungen der Umsatzflaute und setzt auf Kostensenkungen sowie eine Auffrischung der Produktpalette. Die nächste Bewährungsprobe steht im November mit der neuen Damenmode an. Bis auf Weiteres bleibt die finanzielle Erholung des Unternehmens jedoch in weiter Ferne – ein rascher Umschwung ist nicht in Sicht.

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