21 March 2026, 16:46

Innovationspolitik in Deutschland: Warum die Hightech-Strategie scheitert und was jetzt nötig ist

Altes deutsches Wertpapier zu 100 Reichsmark mit schwarzem Rand und gedrucktem Text.

Innovationspolitik in Deutschland: Warum die Hightech-Strategie scheitert und was jetzt nötig ist

Deutschlands Innovationspolitik steht in der Kritik – Schlüsselinitiativen stocken

Bundeskanzler Friedrich Merz hat die Innovationsförderung zwar zur Priorität erklärt, doch Kritiker monieren, dass die Fortschritte nur schleppend vorankommen. Ein neuer Bericht skizziert nun dringende Maßnahmen, um die seit langem bestehenden Herausforderungen in Forschung und Entwicklung zu bewältigen.

Die Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) übergab kürzlich ihren Jahresgutachten 2026 an Kanzler Merz. Das Dokument enthält eine detaillierte Roadmap zur Stärkung des deutschen Innovationsstandorts. Darin wird unter anderem ein bundesweit abgestimmtes Vorgehen bei der Erforschung und Lehre im Bereich Künstliche Intelligenz gefordert. Zudem empfiehlt die Kommission eine engere Verzahnung von Hochschulen und kleinen Unternehmen, um den Wissens- und Technologietransfer zu erleichtern.

Trotz dieser Vorschläge bleiben bürokratische Hürden bestehen. Vor allem kleine und mittlere Unternehmen (KMU) kämpfen mit übermäßiger Regulierung, wenn sie mit Forschungseinrichtungen kooperieren wollen. Gleichzeitig ist die Finanzierung der Hightech-Strategie weiterhin blockiert – Grund sind Zuständigkeitsstreitigkeiten und das Fehlen klarer Umsetzungskonzepte.

Ayse Asar, Sprecherin für Forschungs-, Technologie- und Raumfahrtpolitik, übt scharfe Kritik an der Untätigkeit der Bundesregierung. Sie verwies darauf, dass Deutschland sein selbstgestecktes Ziel verfehlt habe, 3,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Forschung und Entwicklung zu investieren. Eine positive Ausnahme bildet Bayern: Dort erhalten über 55 Prozent der Start-ups Unterstützung von Hochschulen, und 16 Prozent gelten als forschungsintensive DeepTech-Unternehmen.

Der EFI-Bericht mahnt zudem an, dass Deutschland sich für einen integrierten europäischen Forschungsraum einsetzen müsse. Dies soll die technologische Souveränität des Kontinents stärken – doch die Umsetzung hängt von zügigen und verlässlichen politischen Weichenstellungen ab.

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Das EFI-Gutachten 2026 legt konkrete Handlungsempfehlungen vor, um den Innovationsstandort Deutschland wiederzubeleben. Ohne schnelle Reformen droht das Land im internationalen Wettbewerb in Forschung und Entwicklung weiter zurückzufallen. Die Bundesregierung steht nun unter Druck, ihre angekündigten Prioritäten endlich in messbare Erfolge umzumünzen.

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