K+S setzt auf Windstrom für klimaneutrale Düngemittelproduktion bis 2045
Bekir KochK+S setzt auf Windstrom für klimaneutrale Düngemittelproduktion bis 2045
K+S setzt einen wichtigen Schritt zur Dekarbonisierung seiner Produktion: Ein Teil des Werra-Verbundstandorts wird künftig mit erneuerbarer Energie betrieben. Das Unternehmen hat mit der Hamburger MPC Capital einen Direktliefervertrag abgeschlossen, der es ermöglicht, Windstrom ohne Umweg über das öffentliche Netz zu nutzen.
Ab August werden zwei Windkraftanlagen mit einer kombinierten Leistung von 11,4 Megawatt den Standort direkt versorgen. Die Anlagen stehen nördlich von Philippsthal an der Grenze zwischen Hessen und Thüringen und gehören zum Portfolio von MPC Capital. Der vor Ort erzeugte Strom fließt unmittelbar in die Produktion von Düngemitteln und anderen Erzeugnissen – ein Beitrag zur Reduzierung von CO₂-Emissionen in der Landwirtschaft.
Für den Anschluss des Windparks investierte K+S einen Betrag im mittleren sechsstelligen Bereich; die technischen Arbeiten waren innerhalb weniger Wochen abgeschlossen. Durch die direkte Stromlieferung entfallen Netzentgelte, und das Unternehmen kann langfristig stabile Energiepreise sichern. Gleichzeitig ermöglicht das Modell eine effizientere Nutzung der Windkraft und unterstützt so die industrielle Transformation, ohne dass hohe Investitionen in erneuerbare Infrastruktur nötig wären.
Bis 2045 wird der Standort Werra Übergangsweise noch hochmoderne Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) auf Basis von Erdgas nutzen. Langfristig soll diese Technologie jedoch durch eingekauften Ökostrom ersetzt werden. Das Projekt ist ein zentraler Baustein der K+S-Strategie, bis 2045 klimaneutral zu werden. Dr. Jens Christian Keuthen, im Vorstand zuständig für Dekarbonisierung und Energie, betonte, dass die direkte Anbindung des Windparks an den Standort ein entscheidender Schritt sei. Die Initiative zeigt, wie Industrieanlagen erneuerbare Energien effizient und unabhängig in ihre Prozesse integrieren können.
