KI revolutioniert Zebrastreifen: Ampeln passen sich Fußgängern automatisch an
Franz-Xaver OderwaldKI revolutioniert Zebrastreifen: Ampeln passen sich Fußgängern automatisch an
Ein neues, KI-gesteuertes Verkehrssystem soll das Zusammenspiel von Fußgängern und Autofahrern an Zebrastreifen revolutionieren. Entwickelt in einer Kooperation zwischen dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und dem Technologieunternehmen Vitronic, setzt das Projekt LTSA auf Echtzeitdaten, um Ampelschaltungen automatisch anzupassen. Das System soll Überquerungen sicherer machen und gleichzeitig den Verkehrsfluss aufrechterhalten.
Die LTSA+-Technologie erkennt und klassifiziert Verkehrsteilnehmer – insbesondere Fußgänger – ohne die Privatsphäre zu beeinträchtigen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Anlagen entfällt die manuelle Knopfdruck-Abfrage, da das System vorhersagt, wann Personen den Übergangsbereich erreichen. Dadurch kann es die Grünphase für langsamere Fußgänger verlängern, etwa für Kinder, ältere Menschen oder Personen mit körperlichen Einschränkungen.
Stehen nur wenige Fußgänger an der Ampel, kann das System unnötige Grünphasen überspringen. Das reduziert Wartezeiten für Autofahrer, garantiert aber weiterhin sichere Überquerungsmöglichkeiten. Die Technologie lässt sich zudem in die meisten bestehenden Ampelanlagen integrieren und ermöglicht es Kommunen, flexibel verschiedene Verkehrsarten zu priorisieren.
Für die Zukunft prüfen die Forscher die Einführung einer vierten Ampelfarbe. Dieses mögliche Update könnte die Koordination weiter verbessern – insbesondere für autonome Fahrzeuge.
Das LTSA+-System bietet eine intelligente Lösung für die Steuerung von Fußgänger- und Fahrzeugverkehr. Durch die KI-gestützte Anpassung der Signale in Echtzeit vereint es Sicherheit mit Effizienz. Städte können so Ampelschaltungen bedarfsgerecht anpassen und besser auf die Bedürfnisse ihrer Bürger eingehen.






