Kölner Friseursalon als Drogenumschlagplatz enttarnt und geschlossen
Türkan MargrafKölner Friseursalon als Drogenumschlagplatz enttarnt und geschlossen
Friseursalon in Kölner Stadtteil Vingst durchsucht und geschlossen
Am 23. April 2023 wurde ein Friseursalon im Kölner Stadtteil Vingst durchsucht und vorläufig geschlossen. Die Behörden verdächtigen den 32-jährigen Inhaber, das Geschäft als Tarnung für Drogenhandel genutzt zu haben. Bei der Aktion wurden zudem Bargeld, Luxusgüter und illegale Substanzen sichergestellt.
Die Razzia begann in den frühen Morgenstunden, als Polizei, Zollbeamte und städtische Mitarbeiter den Friseursalon sowie eine damit in Verbindung stehende Wohnimmobilie durchsuchten. Dabei fanden sie etwa 90 Dosen Kokain, mehrere portionierte Einheiten Crack sowie rund 100 Gramm Marihuana. Beschlagnahmt wurden außerdem eine Rolex-Uhr im Wert von etwa 100.000 Euro, mehrere Waffen, ein Mobiltelefon und über 20.000 Euro Bargeld.
Die Schließung des Salons war Teil einer groß angelegten Kontrollwelle in den Stadtteilen Kalk, Neumarkt und Friesenviertel. Dabei wurden zahlreiche Betriebe überprüft, und es wurden Bußgelder in Höhe von insgesamt über 95.000 Euro verhängt. Mehrere Spielautomaten wurden wegen Verstößen gegen die Vorschriften stillgelegt, zudem gab es Verstöße gegen Aufenthalts-, Hygiene- und Jugendschutzbestimmungen.
Die Behörden bestätigten, dass der Friseursalon bis auf Weiteres versiegelt bleibt, während die Ermittlungen andauern. Dem Inhaber drohen nun Anklagen wegen Drogenhandels und Verstößen gegen gewerberechtliche Vorschriften.
Die Aktion unterstreicht die anhaltenden Bemühungen, die organisierte Kriminalität in Kölner Gewerbegebieten zu bekämpfen und die Einhaltung der Gesetze durchzusetzen. Mit verhängten Strafen, beschlagnahmten Gütern und geschlossenen Betrieben hat die Kontrollwelle mutmaßliche illegale Aktivitäten in der Region unterbunden. Gegen den Inhaber des Friseursalons werden voraussichtlich weitere rechtliche Schritte eingeleitet.






