Kuh-Drama in Gaildorf: Regionalbahn erfasst entlaufene Tiere – drei tot
Franz-Xaver OderwaldKuh-Drama in Gaildorf: Regionalbahn erfasst entlaufene Tiere – drei tot
Neun Kühe sind aus einem beschädigten Zaun einer Weide in der Nähe von Gaildorf ausgebrochen. Drei von ihnen wurden von einer Regionalbahn erfasst und getötet, was zu erheblichen Behinderungen auf der Bahnstrecke führte. Glücklicherweise blieb keiner der 13 Fahrgäste an Bord unverletzt.
Der Vorfall begann, als die Tiere durch ein defektes Zaunstück entkamen. Vier Kühe konnten vom Besitzer schnell wieder eingefangen werden, doch fünf blieben zunächst auf freiem Fuß. Als sich ein Regionalzug näherte, betätigte der Lokführer die Warnpfeife und leitete eine Notbremsung ein – die Kollision ließ sich dennoch nicht verhindern.
Zunächst wurden nach dem Unfall zwei Kühe vermisst. Die Bahnstrecke zwischen Gaildorf West und Schwäbisch Hall blieb bis Mittwochmorgen gesperrt, während Einsatzkräfte die Unfallstelle räumten. Die Behörden haben inzwischen Ermittlungen gegen den Tierhalter wegen Gefährdung des Bahnverkehrs eingeleitet.
Mittlerweile ist die Strecke wieder freigegeben, doch der Vorfall wirft Fragen zur Sicherheit von Nutztieren in der Nähe von Gleisanlagen auf. Je nach Ergebnis der Untersuchungen könnte dem Besitzer eine Anklage drohen. Sämtliche verbliebenen Kühe wurden inzwischen ausfindig gemacht und auf die Weide zurückgebracht.






