19 June 2026, 12:25

Leipzig startet Deutschlands größtes Solarwärme-Kraftwerk für klimaneutrale Energie

Warmwasser aus der Sonne

Leipzig startet Deutschlands größtes Solarwärme-Kraftwerk für klimaneutrale Energie

Leipzig macht großen Schritt zur klimaneutralen Wärmeversorgung

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Leipzig hat einen bedeutenden Schritt zur Dekarbonisierung der Wärme- und Warmwasserversorgung für seine 630.000 Einwohner unternommen. Die Stadt hat Deutschlands größtes Solarwärme-Kraftwerk in Betrieb genommen – ein zentraler Baustein ihrer Strategie, Abwärme und „Power-to-Heat“-Systeme zu nutzen. Die neue Anlage markiert einen wichtigen Impuls für die erneuerbare Wärmegewinnung in der Region.

Der Bau des Solarthermie-Felds West dauerte eineinhalb Jahre. Nun versorgt es Haushalte mit Warmwasser und Heizenergie und deckt bis zu ein Fünftel des Leipziger Sommerbedarfs. Die Anlage erstreckt sich über 14 Hektar und erreicht eine Spitzenleistung von 41 Megawatt.

Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter schaltete offiziell 13.200 Solarkollektoren ans Netz. Das Kraftwerk nutzt Vakuumröhrenkollektoren des Marktführers Ritter XL Solar, kombiniert mit modernster Steuerungstechnik, um die Wärmeaufnahme zu maximieren. Das 40 Millionen Euro teure Projekt erhielt rund 16 Millionen Euro an Bundesförderung und weiteren Zuschüssen.

Solarthermie unterscheidet sich von Photovoltaik dadurch, dass sie die Sonnenenergie direkt in Wärme statt in Strom umwandelt. Zudem ist sie etwa dreimal effizienter bei der Nutzung des Sonnenlichts. Dennoch bleibt Solarwärme in Deutschland eine Nischenlösung. 2022 wurden neu installierte Anlagen mit knapp 500 Megawatt Leistung errichtet – weit hinter den 16.900 Megawatt neuer Solarstromkapazitäten. 2023 sank der Zubau auf 263 Megawatt, 2024 weiter auf 154 Megawatt.

Das Leipziger Kraftwerk ist nun aktiv und trägt zu den städtischen Zielen für erneuerbare Wärme bei. Es zeigt das Potenzial der Solarthermie, auch wenn deren Verbreitung hinter anderen Erneuerbaren zurückbleibt. Die Investition unterstreicht Leipzigs Engagement, die CO₂-Emissionen aus Wärme und Warmwasser zu senken.

Quelle