Mann riskiert Leben durch Klettern auf fahrenden ICE-Zug nach verpasstem Anschluss
Franz-Xaver OderwaldMann riskiert Leben durch Klettern auf fahrenden ICE-Zug nach verpasstem Anschluss
46-Jähriger aus München riskiert Leben durch Klettern auf fahrenden Hochgeschwindigkeitszug
Ein 46-jähriger Mann aus München setzte am Sonntag sein Leben aufs Spiel, als er auf einen fahrenden Hochgeschwindigkeitszug kletterte. Er hatte seinen Anschluss am Osnabrücker Hauptbahnhof verpasst und versuchte, vergessenes Gepäck zu bergen. Die leichtsinnige Aktion führte zu erheblichen Behinderungen im Bahnverkehr.
Der Vorfall begann, als der Mann den ICE-Zug in Osnabrück für eine Zigarettenpause verließ. Als der Zug ohne ihn abfuhr, bemerkte er, dass sein Gepäck noch an Bord war. Statt das Personal zu informieren, rannte er neben den bewegten Waggons her und kletterte auf das Trittbrett zwischen zwei Waggonabteilen.
Der Zug befand sich auf einer Strecke, auf der Geschwindigkeiten von bis zu 140 km/h erreicht werden können. Ein Bahnmitarbeiter entdeckte den Mann und meldete den Notfall sofort dem Lokführer. Dieser leitete in der Nähe von Ibbenbüren im Kreis Steinfurt eine Notbremsung ein.
Durch den plötzlichen Stopp erlitten zwölf Züge Verspätungen. Die Behörden bestätigten, dass der Mann "erschüttert, aber körperlich unverletzt" war. Die Polizei hat inzwischen Ermittlungen wegen Gefährdung des Bahnverkehrs eingeleitet.
Bahnvertreter warnen, dass das Klettern auf fahrende Züge äußerst gefährlich ist. Ein Sturz bei hoher Geschwindigkeit wäre mit hoher Wahrscheinlichkeit tödlich. Reisende, die Gepäck vergessen haben, werden dringend aufgefordert, umgehend das Personal zu informieren, statt unnötige Risiken einzugehen.






