Massiver Protest gegen Kürzungen bei der Hautkrebsvorsorge vor dem Kanzleramt
Franz-Xaver OderwaldMassiver Protest gegen Kürzungen bei der Hautkrebsvorsorge vor dem Kanzleramt
Protest unter dem Motto "Rettet die Hautkrebsvorsorge" beginnt am Mittwoch
Am Mittwoch, dem 29. April, startet um 8:30 Uhr vor dem Bundeskanzleramt eine Demonstration mit dem Titel "Rettet die Hautkrebsvorsorge". Die Organisatoren fordern, dass die kostenlosen Hautkrebs-Screenings für alle Erwachsenen ab 35 Jahren weiterhin alle zwei Jahre angeboten werden.
Die Kundgebung findet statt, während Gesundheitsministerin Nina Warken noch am selben Tag ihr Reformpaket im Kabinett vorstellen will. Die Protestierenden kritisieren die geplanten Kürzungen bei der Hautkrebsfrüherkennung als ungerecht – besonders vor dem Hintergrund, dass sich die Fallzahlen in den letzten 20 Jahren fast verdoppelt haben.
Als symbolischen Akt wollen sich Teilnehmer:innen teilweise entkleiden und Plakate mit Parolen wie "Gesundheit muss bezahlbar bleiben" oder "Ministerin Warken, kürzt uns nicht krank" hochhalten. Unterstützt wird die Aktion von einer Petition, die bereits 500.000 Unterschriften gesammelt hat.
Die Kampagnenleiterin Annika Liebert von der Organisation Campact gehört zu den Hauptverantwortlichen der Demonstration. Neben der Forderung nach kostenlosen Screenings verlangt die Bewegung, dass die Pharmaindustrie stärker an den Gesundheitskosten beteiligt wird.
Ziel des Protests ist es, die Streichung der regelmäßigen Hautkrebsvorsorge für Über-35-Jährige zu verhindern. Angesichts steigender Fallzahlen und breiter öffentlicher Unterstützung hoffen die Organisatoren, dass ihr Appell die Regierung zum Umdenken bewegt. Die Entscheidung im Kabinett könnte über die Zukunft des Screenings entscheiden.






