Merz kündigt weitere Steuerentlastungen vor der Sommerpause an
Bundeskanzler Friedrich Merz hat bestätigt, dass die Bundesregierung noch vor der Sommerpause mit Steuerentlastungen voranschreiten wird. In einer jüngsten Stellungnahme schloss er Steuererhöhungen kategorisch aus und betonte, dass ausschließlich Senkungen geprüft würden. Die Koalition strebt an, die zentralen Weichenstellungen zwischen Ostern und der parlamentarischen Sommerpause zu treffen.
Seit Januar 2026 hat die Regierung bereits mehrere Steuerreformen umgesetzt. Dazu gehört die dauerhafte Erhöhung der Pendlerpauschale auf 38 Cent pro Kilometer sowie die Senkung der Mehrwertsteuer auf Restaurantmahlzeiten von 19 auf 7 Prozent. Zudem profitieren produzierende Betriebe und die Landwirtschaft von einer reduzierten Stromsteuer, die sich am EU-Mindestniveau orientiert. Beschleunigte Abschreibungen von bis zu 30 Prozent auf Investitionen in Ausrüstungen wurden eingeführt, flankiert von Plänen, den Körperschaftsteuersatz ab 2027 von 15 auf 10 Prozent zu senken.
Merz räumte ein, dass bald die Hälfte der Legislaturperiode verstrichen sein werde, und verwies darauf, dass Reformvorhaben in der zweiten Hälfte oft an Tempo verlieren. Dennoch zeigte er sich offen für weitere Anpassungen, insbesondere über die Sozialabgaben. Zudem bekundete er Interesse an den anstehenden Vorschlägen des Finanzministers zur Einkommensteuerentlastung.
Die Priorität der Regierung liegt weiterhin darauf, Bürger und Unternehmen zu entlasten, statt neue Belastungen einzuführen. Mit den bereits beschlossenen Reformen stehen weitere Entscheidungen vor der Sommerpause an. Die Änderungen werden sich auf Unternehmen, Pendler und Verbraucher im gesamten Land auswirken.






