17 June 2026, 18:59

Metall- und Elektroindustrie in Deutschland kämpft mit historisch schwachen Produktionszahlen

Industriekrise: Realität Schlimmer als Stimmung bei Produktion, Jobs, Insolvenzen, Auftragslage

Metall- und Elektroindustrie in Deutschland kämpft mit historisch schwachen Produktionszahlen

Deutschlands Metall- und Elektroindustrie verzeichnete im April weitere Rückgänge. Sowohl die Auftragseingänge als auch die Produktion gingen zurück, während die Beschäftigtenzahl weiter sank. Die Branche liegt damit weiterhin deutlich unter dem Produktionsniveau von 2018.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Neuaufträge im Sektor fielen im April im Vergleich zum Vormonat um 5,4 Prozent. Über die drei Monate bis April 2026 betrachtet, lagen die Industrieaufträge 3,1 Prozent niedriger als im Vorquartal. Auch die gesamten Industrieaufträge Deutschlands verringerten sich im April gegenüber dem Vormonat um 3,8 Prozent.

Die Produktion in der Metall- und Elektrobranche sank im April um 2,0 Prozent gegenüber dem Durchschnitt der vorherigen drei Monate. Im Jahresvergleich ging die Produktion um 2,7 Prozent zurück. Die aktuelle Produktion liegt damit 15 Prozent unter den Werten von 2018.

Die Beschäftigung in der Branche ging im April auf 3,746 Millionen zurück – ein saisonbereinigter Verlust von 15.600 Arbeitsplätzen. Seit 2019 hat der Sektor über 300.000 Stellen abgebaut. Die Kapazitätsauslastung beträgt derzeit 79 Prozent und liegt damit deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt von 85 Prozent.

Die Schwierigkeiten der Branche spiegeln sich in den gesamtwirtschaftlichen Trends wider. Die Unternehmensinsolvenzen stiegen im Mai 2025 auf 1.518 Fälle – ein Anstieg um 57 Prozent im Vergleich zum Mai-Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019. Die anhaltenden Rückgänge bei Aufträgen, Produktion und Beschäftigung deuten auf anhaltenden Druck für die Industrie hin.

Quelle