06 May 2026, 22:22

Niedersachsen setzt KI-Übersetzer für Gerichte ein – schneller und kostengünstiger

Offenes Buch mit dem Titel "Dissertation Juridica de Victore in Expensas Condemando" und sichtbarem Text, der auf rechtliche Gerichtsdokumente hinweist.

Niedersachsen setzt KI-Übersetzer für Gerichte ein – schneller und kostengünstiger

Niedersächsisches Justiz- und Finanzministerium führen KI-gestütztes Übersetzungswerkzeug für Gerichte ein

Das Justizministerium Niedersachsen und das Finanzministerium haben ein neues, auf künstlicher Intelligenz basierendes Übersetzungstool für Gerichte eingeführt. Ursprünglich für die Steuerverwaltung entwickelt, wird das System nun ausgebaut, um Justizbehörden in ganz Deutschland zu unterstützen. Laut Angaben der Verantwortlichen soll es Verfahren mit internationalen Bezügen beschleunigen und gleichzeitig Kosten sparen sowie Zeit einparen.

Grundlage des Tools ist das bestehende KI-System InDA (Intelligente Datenanalyse in internationalen Steuerprüfungen), das vom Landesamt für Steuern Niedersachsen entwickelt wurde. Die technischen Vorarbeiten wurden von den Steuerbehörden geleistet, bevor das Justizministerium die vollen Rechte zur Anpassung, Modifikation und Verbreitung des Systems erwarb.

Justizministerin Kathrin Wahlmann betonte, das Werkzeug verfolge einen „Einer-für-alle“-Ansatz*, der landesweite Zugänglichkeit für Gerichte und Regierungsstellen gewährleiste. Es werde zudem an die spezifischen Bedürfnisse juristischer Nutzer angepasst – etwa für die Verarbeitung komplexer Rechtsterminologie und mehrsprachiger Dokumente.

Finanzminister Gerald Heere hob die Vorteile der ressortübergreifenden Zusammenarbeit hervor und erklärte, die Wiederverwendung der Technologie vermeide doppelte Entwicklungsarbeit. Das System sei darauf ausgelegt, Arbeitsabläufe zu optimieren, insbesondere in Fällen mit fremdsprachlichen Unterlagen oder internationalen Rechtsrahmen.

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Das KI-Übersetzungstool steht nun unter der Kontrolle des Justizministeriums, das die schrittweise Einführung bei Justizbehörden steuert. Gerichte dürften künftig von kürzeren Bearbeitungszeiten und einer verringerten administrativen Belastung profitieren – vor allem in grenzüberschreitenden Rechtsangelegenheiten. Dank seiner Anpassungsfähigkeit kann das System sich zudem parallel zu sich ändernden justiziellen Anforderungen weiterentwickeln.

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