15 April 2026, 06:36

Nils von der Kall will die Zeit mit radikaler Strategie in die Zukunft führen

Eine Zeitung mit sichtbarem Text in der Mitte des Bildes.

Nils von der Kall will die Zeit mit radikaler Strategie in die Zukunft führen

Nils von der Kall hat im Februar 2023 die Geschäftsführung der Zeit übernommen und löst damit Rainer Esser ab, der das Blatt über viele Jahre hinweg geprägt hatte. Nun steht er vor großen Herausforderungen in einem sich wandelnden Medienumfeld. Unter seiner Führung haben die Abonnentenzahlen der Zeitung bereits ein Rekordhoch erreicht.

Von der Kall bezeichnet seinen Wechsel an die Spitze als einen "grundlegenden Wandel" im Vergleich zu seiner früheren Position. Nun lenkt er ein Unternehmen, das unter dem Druck eines schwachen Werbemarktes steht und gezwungen ist, traditionelle Einnahmequellen neu zu denken.

In den kommenden Wochen plant er eine umfassende Überprüfung aller Schlüsselbereiche der Zeit. Sein Ziel ist es, eine langfristige Strategie zu entwickeln, die den Erfolg des Verlages über das Jahr 2030 hinaus sichert. Gleichzeitig betont er die Notwendigkeit eines tiefgreifenden Wandels in der gesamten Medienbranche, wenn qualitativ hochwertiger Journalismus überleben soll.

Obwohl die Zeit mit ihren Abonnements erfolgreich ist, erkennt von der Kall die branchenweiten Schwierigkeiten an. Sein Ansatz spiegelt die Überzeugung wider, dass nur strukturelle Veränderungen die Zukunft unabhängiger Berichterstattung sichern können.

Die von dem neuen Chef angestoßene Bestandsaufnahme der Zeit wird die Ausrichtung des Verlages für die kommenden Jahre prägen. Angesichts sinkender Werbeeinnahmen markiert sein Fokus auf Abonnements und strategische Anpassungen eine entscheidende Phase für das Medienhaus. Das Ergebnis wird zeigen, ob das Unternehmen seine Position in einer sich rasant verändernden Medienlandschaft behaupten kann.

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