25 March 2026, 20:26

Nitrendipin-Mangel in Deutschland: Blutdruckpatienten suchen verzweifelt nach Alternativen

Balkendiagramm, das die Anzahl der Todesfälle durch Benzodiazepine in den Vereinigten Staaten zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Nitrendipin-Mangel in Deutschland: Blutdruckpatienten suchen verzweifelt nach Alternativen

Anhaltender Engpass bei Nitrendipin: Blutdruckpatienten in Deutschland suchen nach Alternativen

Seit dem letzten Sommer herrscht in Deutschland ein schwerwiegender Mangel an Nitrendipin, einem weit verbreiteten Kalziumkanalblocker. Das Medikament, das zur Senkung des Blutdrucks verschrieben wird, ist aufgrund anhaltender Produktionsprobleme bei allen vier Herstellern nur noch begrenzt verfügbar. Patienten und Ärzte stehen vor Herausforderungen, da zunehmend auf alternative Behandlungsmethoden zurückgegriffen werden muss.

Nitrendipin wirkt, indem es den Kalziumeinstrom in die glatten Muskelzellen der Blutgefäße blockiert. Dadurch bleiben die Arterien entspannt, was zu einem niedrigeren Blutdruck beiträgt. Allerdings steht das Präparat seit Mitte 2025 auf der Lieferengpassliste des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM).

Sämtliche vier deutschen Hersteller – Aristo Pharma, Ratiopharm, Aliud Pharma und AbZ-Pharma – können die Nachfrage nach den Dosierungen von 10 mg und 20 mg nicht decken. Bei Aristo wird der Mangel an der 20-mg-Variante voraussichtlich bis Ende 2026 anhalten, während Ratiopharm und Aliud Pharma die Lieferungen voraussichtlich Ende März wieder aufnehmen wollen. AbZ rechnet damit, die Auslieferungen bis Ende Mai zu normalisieren.

Kalziumkanalblocker wie Nitrendipin lassen sich in drei Hauptgruppen einteilen: Nifedipin-Typ, Verapamil-Typ und Diltiazem-Typ. Diese Wirkstoffe sind jedoch nicht für Patienten mit Herzinsuffizienz oder solche geeignet, die sich von einem kürzlichen Herzinfarkt erholen. Angesichts des Nitrendipin-Mangels greifen Ärzte vermehrt auf Alternativen wie Amlodipin und Lercanidipin zurück, deren Verschreibungszahlen deutlich gestiegen sind.

Der Engpass unterstreicht die größeren Versorgungsprobleme, von denen insbesondere ältere Medikamente betroffen sind. Solange sich die Produktionsverzögerungen hinziehen, müssen Patienten, die auf Nitrendipin angewiesen sind, vorläufig auf andere Therapien ausweichen.

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Die anhaltende Knappheit bedeutet, dass Betroffene vorerst auf alternative Blutdruckmedikamente umsteigen müssen. Während Aristo seine Produktionsprobleme erst bis Ende 2026 in den Griff bekommen wird, planen die anderen Hersteller, ihre Lieferungen in den kommenden Monaten wieder aufzunehmen. Ärzte raten Patienten dringend, vor einer Umstellung der Behandlung Rücksprache zu halten.

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