Oberasbach erhöht Grundsteuer B drastisch – warum Eigentümer jetzt zahlen müssen
Franz-Xaver OderwaldOberasbach erhöht Grundsteuer B drastisch – warum Eigentümer jetzt zahlen müssen
Oberasbach erhöht Grundsteuer B auf 690 Punkte, um Finanznot abzuwenden
In einem Versuch, die finanzielle Zukunft der Stadt zu sichern, hat Oberasbach den Hebesatz der Grundsteuer B auf 690 Punkte angehoben. Die Entscheidung fiel nach monatelangen Haushaltsdebatten und wurde in einer mit Spannung erwarteten Ratssitzung endgültig beschlossen. Beamte warnten, dass ohne diese Maßnahme zentrale Bauvorhaben verschoben oder sogar gestrichen werden müssten.
Die Verhandlungen zum Haushalt 2026 begannen bereits im Dezember 2025, wobei die Gespräche im Januar und Februar an Intensität gewannen. Bis Ende Februar war der Großteil des Entwurfs abgestimmt, doch eine letzte Kürzungsrunde Mitte März strich die geplanten Sanierungsarbeiten an der Jahnhalle-Turnhalle.
Die Verwaltung kämpfte damit, den laufenden Haushalt auszugleichen, ohne Rücklagen anzugreifen oder neue Investitionskredite aufzunehmen. Da Oberasbach die Förderkriterien nicht erfüllte, blieb eine Landeshilfe aus München aus – der Rat sah sich daher mit begrenzten Handlungsmöglichkeiten konfrontiert. Über 20 Beobachter, darunter neu gewählte Mitglieder, verfolgten die Sitzung, als die Diskussionen ihren Höhepunkt erreichten.
Die Steuererhöhung betrifft alle bebauten und bebaubaren Grundstücke in der Stadt, während landwirtschaftliche und forstwirtschaftliche Flächen ausgenommen bleiben. Ratsmitglieder betonten, dass weitere Verzögerungen wichtige Projekte gefährdet hätten, insbesondere den Ausbau der Pestalozzi-Schule. Die Anhebung ist Teil eines umfassenden Konsolidierungsplans, der die Finanzen Oberasbachs stabilisieren soll.
Die neue Steuer tritt sofort in Kraft und belastet Grundstückseigentümer in ganz Oberasbach. Mit der Maßnahme werden dringend benötigte Mittel für die Infrastruktur gesichert, darunter das Pestalozzi-Schulprojekt. Ohne die Erhöhung hätten Beamte mit Stillstand bei Bauvorhaben und einer weiteren Verschärfung der Haushaltslage im kommenden Jahr gerechnet.






