24 June 2026, 06:20

Oberasbachs Wassergebühren steigen ab Oktober 2026 um fast 100 Prozent

Wasserpreis-Explosion: Wasserrechnungen in Oberasbach fast verdoppeln

Oberasbachs Wassergebühren steigen ab Oktober 2026 um fast 100 Prozent

Oberasbachs Einwohner müssen ab 1. Oktober 2026 mit stark steigenden Wassergebühren rechnen. Der Stadtrat soll über eine überarbeitete Satzung abstimmen, die die Verbrauchskosten fast verdoppelt. Die Änderungen dienen der Schließung einer Finanzierungslücke und der Anpassung an neue rechtliche Vorgaben.

Der Bayerische Kommunalprüfungsverband hat die Gebühren neu berechnet – mit der Folge, dass sich der Verbrauchspreis um knapp 98 Prozent erhöht. Er steigt damit von 2,08 Euro auf 4,12 Euro pro Kubikmeter. Zudem wird ab dem 1. Juli 2026 ein neuer „Wassercent“-Zuschlag von 10 Cent pro Kubikmeter fällig, der Ökologieprojekte fördern soll.

Die bisherige Satzung aus dem Jahr 1995 wird vollständig ersetzt, um aktuellen gesetzlichen Anforderungen gerecht zu werden. Die Neufassung berücksichtigt Anpassungen an die Preisangabenverordnung sowie Regelungen zu unbebauten Grundstücksflächen. Zudem sieht sie eine Verzinsung von 2 Prozent auf das in die Wasserversorgung investierte Kapital vor.

Die Abstimmung des Stadtrats über die neue Satzung ist für den 29. Juni 2026 geplant. Bei einer Zustimmung treten die Änderungen am 1. Oktober 2026 in Kraft. Der deutliche Anstieg folgt auf ein Finanzierungsdefizit von rund 2,1 Millionen Euro in den vergangenen vier Jahren.

Sollte der Stadtrat der Vorlage zustimmen, tritt die neue Satzung am 1. Oktober 2026 in Kraft. Die höheren Gebühren fließen in die Infrastruktur und den Umweltschutz. Die Bürger zahlen damit nicht nur für vergangene Fehlbeträge, sondern auch für künftige Investitionen.

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