ÖPNV in Deutschland kämpft um Überleben: Busse und Bahnen drohen Streichungen
Franz-Xaver OderwaldÖPNV in Deutschland kämpft um Überleben: Busse und Bahnen drohen Streichungen
Öffentliche Verkehrsbetriebe in Deutschland stehen unter massivem Finanzdruck – verursacht durch stark steigende Sprit- und Energiekosten. Seit der COVID-19-Pandemie kämpfen die Unternehmen mit explodierenden Ausgaben, die manche an den Rand von Dienstkürzungen oder sogar der Schließung treiben.
Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) warnt, dass lokale Bus- und Bahnnetze bald ihre Leistungen reduzieren müssten. Alexander Möller, beim VDV für den Öffentlichen Verkehr zuständig, betonte, dass die Betreiber die zusätzlichen Kosten nicht länger allein tragen könnten. Bei kleineren Unternehmen lägen die monatlichen Mehrbelastungen mittlerweile im sechsstelligen Bereich – für manche eine existenzbedrohende Situation.
Besonders besorgniserregend ist die Lage in ländlichen Regionen: Der Landesverband Baden-Württembergischer Omnibusunternehmer (WBO) fürchtet, dass dort als Erstes Strecken gestrichen werden. Ohne Gegenmaßnahmen könnten Busverbindungen in dünn besiedelten Gebieten ganz verschwinden. Gleichzeitig schätzen Landesvertreter, dass bis 2031 zusätzliche 14 Milliarden Euro nötig sein werden, um das aktuelle Angebot nur zu erhalten.
Nun wird der Bund wie die Länder zum Handeln aufgefordert. Ohne finanzielle Unterstützung drohen drastische Fahrpreiserhöhungen oder weitere Kürzungen im Angebot. Die Krise zeigt: Die finanzielle Belastung für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in Deutschland wächst unaufhaltsam. Die Betreiber warnen, dass ohne sofortige Hilfen Streichungen von Linien und höhere Ticketpreise unvermeidbar sind. Die kommenden Monate werden entscheiden, ob die Leistungen für Fahrgäste bundesweit stabil bleiben können.






