Pfändungsschutzkonten: Warum der Schutz oft an der Praxis scheitert
Schuldner- und Insolvenzberatung der Diakonie Fürth weist auf Probleme mit Pfändungsschutzkonten hin
Anlässlich der Aktionswoche Schuldnerberatung vom 15. bis 19. Juni macht die Schuldner- und Insolvenzberatung der Diakonie Fürth auf Schwierigkeiten mit Pfändungsschutzkonten (P-Konten) aufmerksam. Die Veranstaltung zielt darauf ab, die Öffentlichkeit über die Herausforderungen im Umgang mit diesen Konten zu informieren. Jeder Girokontoinhaber kann sein Konto – selbst bei Überziehung im Rahmen eines eingeräumten Dispos – in ein P-Konto umwandeln.
P-Konten sollen einen monatlichen Freibetrag von 1.560 Euro vor Pfändungen schützen. Doch wie die Diakonie Fürth berichtet, funktioniert der rechtliche Schutz in der Praxis nicht immer reibungslos: Manche Nutzer erleben abgelehnte Kartenzahlungen oder Bargeldabhebungen am Automaten, obwohl ausreichend Guthaben vorhanden ist.
Besondere Probleme bereiten Gemeinschaftskonten, da diese nicht ohne Weiteres in ein P-Konto umgewandelt werden können. Das führt zu Schwierigkeiten bei Paaren, wenn nur ein Partner verschuldet ist. Die Beratungsstelle rät Inhabern von P-Konten, laufende Zahlungsverpflichtungen gegenüber Gläubigern genau zu prüfen, um die Deckung der grundlegenden Lebenshaltungskosten zu sichern.
Die Umwandlung in ein P-Konto darf bestehende Vertragsbedingungen wie Kontoführungsgebühren oder den Zugang zur Debitkarte nicht verändern. Die Diakonie Fürth bietet Betroffenen während der Öffnungszeiten kostenlose und anonyme Unterstützung per Telefon oder Online-Beratung an – etwa bei Kontopfändungen oder damit zusammenhängenden Fragen.
Im Rahmen der Aktionswoche Schuldnerberatung werden vor allem praktische Probleme mit P-Konten thematisiert. Die Diakonie Fürth steht Ratsuchenden zur Seite, die sich in diesem Bereich orientieren müssen, und gibt Hilfestellung, wie sie trotz P-Konto ihre finanzielle Stabilität wahren können.






